Cusano Milanino: Gartenstadt, Geschichte und Parks
Unterkünfte in Cusano Milanino
Cusano Milanino verbindet historische Architektur mit einer eigenständigen, grünen Prägung des öffentlichen Raums. Für Sie als Reisende bedeutet das eine Destination, in der sich Baugeschichte, Sakralbauten und Parkanlagen zu unterschiedlichen Erkundungsschwerpunkten verbinden. Besonders interessant ist der Kontrast zwischen der Gartenstadt Milanino, einzelnen markanten Bauwerken und den Spuren älterer Landschafts- und Ortsgeschichte.
File:Madonna della Cintura (Cusano Milanino) - photosphere presbiterium.jpg
Foto: Kaitu via Wikimedia Commons, CC0
Milanino als Gartenstadt
Milanino ist in Italien ein nahezu einzigartiges Beispiel für eine Gartenstadt nach dem englischen Gartenstadtmodell von Howard. Der öffentliche Raum bewahrt monumentale Bäume, grüne Parterres, grasbewachsene Gehwege und Baumalleen. Diese Gestaltung prägt den Charakter des Ortes und bietet Ihnen einen anschaulichen Zugang zu einer Siedlungsform, bei der Architektur und begrünte Freiräume gemeinsam betrachtet werden können. Wer sich für Stadtentwicklung, regionale Baukultur und italienische Ortsbilder interessiert, findet hier ein Thema, das über einzelne Sehenswürdigkeiten hinausweist.
Parks mit eigener Geschichte
Der Parco Matteotti wurde im Juli 1977 für die Öffentlichkeit geöffnet. Er entstand auf einem Gelände, auf dem zuvor das Gewächshaus der Villa Tirelli, die Gärten der Villa Venini und der Betrieb Manifatture Griziotti lagen. Der Park umfasst 20.500 Quadratmeter; zu seiner heutigen Ausstattung gehören Kinderspielgeräte und zwei Bocciabahnen. Damit lässt sich an diesem Ort sowohl die frühere Nutzung des Geländes als auch seine heutige Funktion als öffentlicher Grünraum nachvollziehen. Die vorhandenen Spielgeräte und Bocciabahnen sind besonders interessant, wenn Sie bei Ihrer Ortsplanung auch unterschiedliche Altersgruppen berücksichtigen möchten.
Der Parco Ippocastani hat einen zentralen Platz in Richtung Via Cooperazione; entlang seines Randes stehen Bänke. Der Parco Nord Milano auf dem Gemeindegebiet von Cusano Milanino umfasst auch das Flussbett des Seveso. Zusammen eröffnen diese Grünräume verschiedene Perspektiven auf den Ort: Der eine setzt einen klaren räumlichen Akzent mit Sitzgelegenheiten, der andere verbindet die Gemeinde mit einem größeren Landschaftsraum und dem Verlauf des Flusses. Für eine Reise mit Interesse an Parks, öffentlichem Raum und Naturbezügen lohnt es sich daher, Cusano Milanino nicht nur über seine Gebäude zu betrachten.
Palazzo Omodei Carones und sakrale Baugeschichte
Im Herzen von Cusano Milanino, in der Nähe des Torrente Seveso, liegt der Palazzo Omodei Carones. Er ist der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zuzuordnen. Seine imposante Fassade besitzt zwei rustizierte Portale, über denen Balkone liegen. Vom rechten Portal gelangt man zu einem Portikus mit fünf Öffnungen auf Säulen und freskierten Gewölben. Zur Geschichte des Palazzo gehört außerdem eine Adelskapelle: Sie wurde 1643 von Giovan Battista Omodei errichtet und mit einer bedeutenden Reliquie ausgestattet, dem Leichnam des heiligen Adrian, den Kardinal Luigi Omodei erworben hatte und der heute in der Kirche des Milanino aufbewahrt wird. Die Verbindung aus Bauform, Jahreszahlen und religiöser Überlieferung macht den Palazzo für kulturhistorisch interessierte Besucher besonders lesenswert, ohne dass dafür eine zusätzliche thematische Einordnung nötig ist.
Santuario an der Piazza XXV Aprile
An der Piazza XXV Aprile steht das Santuario della Madonna della Cintura. Das Heiligtum stammt aus dem Jahr 1642 und steht an der Stelle eines früheren kleinen Oratoriums, das S. Maria del Pilastrello gewidmet war. Die Statue der Madonna della Cintura im Santuario gilt als Beispiel für späte Barockkunst. Wenn Sie historische Sakralbauten miteinander vergleichen möchten, treffen hier die Entstehungsgeschichte eines Gotteshauses und die kunsthistorische Bedeutung einer einzelnen Statue unmittelbar aufeinander.
Itinerario D: Ursprünge und Funde
Das Itinerario D widmet sich der Geschichte und den Ursprüngen von Cusano Milanino und führt zu Kuriositäten und archäologischen Funden. Für Ihre Reiseplanung bietet dieser Schwerpunkt eine Möglichkeit, die Ortsgeschichte über die sichtbare Architektur und die Parkanlagen hinaus zu erschließen.
Weitere Reiseziele
Wenn Sie Ihre Italienreise über Cusano Milanino hinaus erweitern möchten, finden Sie hier weitere Reiseziele: Opera, Senago, Pioltello, Limito Di Pioltello, Corbetta, Settimo Milanese, Trezzano Rosa, Biassono.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mailand.