Dorio zwischen Comer See, Bergwegen und Geschichte

File:Lago di Como sopra Dorio - panoramio.jpg File:Lago di Como sopra Dorio - panoramio.jpg Foto: Schölla Schwarz via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Dorio verbindet ein Ortsbild zwischen See und Berg mit historischen Kirchen, alten Siedlungsspuren und dem Sentiero del Viandante. Wenn Sie Kultur und Landschaft miteinander verbinden möchten, begegnen Ihnen hier steinerne Häuser, schmale Wege, bewaldete Anstiege und Ausblicke auf den Comer See.

Steinerne Gassen und eine vielschichtige Geschichte

Dorio bewahrt steinerne Häuser, die sich um die Kirche gruppieren, sowie enge Gassen zwischen See und Berg. In Mandonìco (Mondonico) lag im Mittelalter die wichtigste Siedlung von Dorio. Dort ordnen sich rustikale Häuser entlang des Weges und an den grasbewachsenen Terrassen des Geländes an. Auch die ausgedehnten Terrassenflächen am lecchesischen Ufer des Comer Sees erzählen von einer früheren Nutzung: Hier wurden einst Oliven, Weinreben und Lorbeer angebaut.

Kirchen am historischen Weg

Die mittelalterliche Pieve di San Giorgio in Mandonico weist einen Freskenzyklus aus dem Jahr 1492 auf. Um 1300 wurde in Mandonico wahrscheinlich eine Kapelle zu Ehren des heiligen Georg errichtet. Die Kirche San Giorgio, eine frühere Pfarrkirche von Dorio, bestand bereits 1412. Der Sentiero del Viandante verläuft neben San Giorgio. Der Campanile di San Giorgio ersetzte 1653 den ursprünglichen romanischen Glockenturm und wurde 1978 restauriert. Auf dem Monte Sparesèe im Gemeindegebiet von Dorio steht die isolierte Kirche Madonna Regina dei Monti. Sie wurde errichtet, damit die Bergbauern dort religiöse Festtage feiern konnten, ohne jedes Mal zur entfernten Pfarrkirche von Dorio zurückkehren zu müssen.

Der Sentiero del Viandante

Der Sentiero del Viandante lässt sich von ausreichend trainierten Wanderern in drei oder vier Tagen bewältigen. Der Wegabschnitt steigt durch einen Kastanienwald zur Kapelle San Rocco an. Das mit Fresken ausgestattete Oratorium San Rocco wurde 1858 entlang des Sentiero del Viandante in Richtung Colico errichtet. So verbindet sich die Wanderung mit einer Folge historischer Orte, deren Lage am Weg den Charakter dieser Strecke mitprägt.

Höhen, Wald und Seeblicke

Nach San Rocco erreicht ein Abschnitt mit Stufen einen Aussichtspunkt am Bergrücken. Dieser trennt die Küste von Dorio von der zum Laghetto di Piona blickenden Küste. Die Kapelle San Rocco liegt auf 487 Metern und kündigt die Ronchi di Vesgallo auf 555 Metern an. Nahe dem Sentiero del Viandante besteht die Landschaft aus vom Quartär geformtem Fels, Kastanien, Birken und den ersten Buchen. Der Kirchhof von San Giorgio bietet einen Blick über den See und auf die tiefer gelegenen Häuser von Dorio. Vom Campanile di San Giorgio reicht der Blick außerdem zu den Grigne und den Rätischen Alpen, die den See einrahmen.

Eine weitere Spur der Vergangenheit

In der Località Comballo gelten die Schalensteine als Spuren religiöser Riten. Zusammen mit den Kirchen, den Terrassen und den alten Wegen ergibt sich ein Reiseziel, in dem Natur und überlieferte Ortsgeschichte eng nebeneinanderstehen.

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