Cremella zwischen Valletta-Landschaft und Baukultur

File:Former church of saints Sisinio, Martirio and Alessandro (Cremella) 04.jpg File:Former church of saints Sisinio, Martirio and Alessandro (Cremella) 04.jpg Foto: Kaitu via Wikimedia Commons, CC0

Cremella verbindet Landschaft und Baukultur. Die Gemeinde liegt in einer Umgebung aus Plateaus auf unterschiedlichen Höhen, Wasserläufen und verstreuten Wäldern. Zur Baukultur des Ortes gehören die Chiesa dei Santi Sisinio, Martirio e Alessandro im Ortszentrum, mehrere Villen und ländliche Gebäude. Kulturinteressierte finden hier konkrete Anknüpfungspunkte an Naturraum, Sakralbau, Klostergeschichte und profane Architektur.

Landschaft und Park der Valletta

Das Gebiet von Cremella gehört zum Parco della Valletta. Die Höhenunterschiede der Plateaus geben dem Landschaftsraum eine gestufte Struktur, während Wasserläufe und verstreute Wälder weitere natürliche Formen bilden. Der Park der Villa Del Bono liegt am Osthang des Hügels von Cremella und überblickt das Bevera-Tal. Auch der Sentiero del Vai besitzt einen ausgeprägten landschaftlichen Charakter: Er ist von einem der letzten in der Valletta vorhandenen Kastanienwälder umgeben.

Eine weitere räumliche Perspektive bietet die Route zwischen Barzago und Besana. Sie durchquert den Parco della Valletta von Norden nach Süden, führt an der Cascina Montegregorio vorbei und verläuft durch das Ortszentrum von Cremella. Die Cascina Monte Gregorio gilt als eines der ältesten ländlichen Gebäude von Cremella. Für die Reiseplanung bei einer Italienreise ist dieser Verlauf relevant, weil er den Landschaftsraum der Valletta mit dem Ortszentrum von Cremella verbindet. Die Nord-Süd-Richtung der Route sorgt für einen klaren Verlauf durch die Valletta.

Kirche im Ortszentrum

Im Ortszentrum steht die Chiesa dei Santi Sisinio, Martirio e Alessandro. Sie ist über eine Treppe zum Kirchplatz erreichbar. Ihre verputzte Fassade ist mit Profilierungen und Einfassungen aus Serizzo gestaltet. Serizzo bildet an den Einfassungen und Profilierungen einen steinernen Gegenpart zum Putz. Zugleich war die Kirche Teil des Benediktinerklosters San Pietro. Kulturinteressierte finden an der Kirche zwei konkrete Anknüpfungspunkte: den Zugang über eine Treppe zum Kirchplatz und ihre frühere Zugehörigkeit zum Benediktinerkloster San Pietro.

Hinter dem Altar der Chiesa dei Santi Sisinio, Martirio e Alessandro befindet sich eine vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammende Freskenlunette mit der Kreuzigung.

Villen und historische Gebäude

Auch mehrere profane Bauten prägen die kulturelle Seite des Ortes. Der Komplex Villa Kramer, Sessa, Pizzi reicht zeitlich vom frühen 18. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert. Die zeitliche Spanne des Komplexes umfasst damit mehrere historische Abschnitte. Villa del Bono gilt als architektonisch relevant und steht unter einem Schutzvermerk der Soprintendenza. Die Cascina Baciolago wurde von der Familie Visconti di Modrone errichtet und ist auch als Casale Visconteo oder La Fabbrica bekannt.

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