Corrido zwischen Val Rezzo, Aussicht und Kultur
Corrido zwischen Val Rezzo und Val Menaggio
Corrido lässt sich besonders über seine Wege, Aussichtspunkte und Zeugnisse lokaler Baugeschichte erschließen. Der Weg von Pineta Ponte di Basso in Corrido steigt bis zum Ort Buggiolo in der Gemeinde Val Rezzo an. Damit verbindet sich die Ortsbezeichnung Corrido mit einer Landschaft, in der Wege, Täler und historische Bauwerke eng nebeneinanderstehen. Wenn Sie Ihren Aufenthalt nach landschaftlichen Eindrücken und kulturellen Entdeckungen ausrichten, bietet dieser Ortskontext mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Wege mit Aussicht
Der Weg von Pineta Ponte di Basso nach Buggiolo bietet unterwegs zahlreiche Aussichtspunkte. Von dort sind teilweise Ausblicke auf das Val Menaggio und die drei Seebecken möglich, die das Tal prägen. Ein weiterer markanter Landschaftspunkt ist der Punto Panoramico Vesetto. Er ist wegen seiner außergewöhnlich schönen Aussichten als schützenswerter Aussichtspunkt ausgewiesen. Beide Bezüge machen die Aussicht zu einem wichtigen Thema rund um Corrido, ohne dass die einzelnen Punkte auf dieselbe Art erlebt werden müssen.
Brücke über einer Schlucht
Zur baulichen Prägung des Ortes gehört die Ponte del Saltone. Sie liegt an der Straße, die Corrido mit Carlazzo verbindet, und wurde über einer tiefen Schlucht errichtet. Diese Schlucht wurde vom Torrente Cuccio gebildet. Die Brücke steht damit zugleich für eine Verbindung zwischen Orten und für die besondere Geländeform, die der Wasserlauf geschaffen hat.
Kirchenkunst und lokale Geschichte
Die Pfarrkirche Santi Martino e Materno steht auf einer Aussichtsterrasse am Eingang zum Val Rezzo und bietet einen Blick über das Val Menaggio. Die Kirche Santi Materno e Martino ist ein Neubau des späten 16. Jahrhunderts, der an die Stelle eines bereits bestehenden Kirchengebäudes trat. Im Inneren bewahrt sie Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert, zeitgenössische Fresken sowie barocke polychrome Scagliola-Altarvorsätze aus der Werkstatt der „magistri intelvesi“.
Auch der Weg von Pineta Ponte di Basso nach Buggiolo besitzt einen historischen Ortsbezug: Er ist vor Ort auch als Sentiero del Partigiano bekannt. Eine weitere Spur der örtlichen Vergangenheit ist die ehemalige Mühle Mulino di San Pietro. Ihre Ausrüstung ist noch vollständig erhalten. Zusammen mit den Kirchen und der Ponte del Saltone zeigen diese Orte verschiedene Seiten der Geschichte von Corrido, von religiöser Kunst bis zu früherer Handwerks- und Alltagskultur.
Vier Täler und ein Rundweg
Der Sentiero delle Quattro Valli durchquert die vier Täler Val Sanagra, Val Cavargna, Val Rezzo und Valsolda. Er ist ein Abzweig des mit der Wegmarkierung 3 gekennzeichneten Weges, der das Wegenetz des Lario mit Corrido verbindet. Daneben führt der Rundweg durch das Val Cavargna zunächst über die SP10 und anschließend über die SP11 zum Ort Corrido, nachdem er das kleine Dorf Val Rezzo erreicht hat. Je nach gewähltem Weg stehen damit unterschiedliche Landschaftsräume und Streckenverläufe im Mittelpunkt.
Eine frühere Weintradition
Zur lokalen Geschichte gehört außerdem der Weinbau. Früher erzeugten die örtlichen Reben einen hellen, leichten Wein mit der örtlichen Bezeichnung „el ciarèl“. Diese frühere Bezeichnung ergänzt das Bild von Corrido um eine landwirtschaftliche Tradition und einen lokalen Ausdruck, der mit dem Ort verbunden war.
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