Carugo zwischen Waldlandschaft und Geschichte

File:Carugo - Chiesa di S. Bartolomeo - 2023-09-12 17-00-38 001.jpg File:Carugo - Chiesa di S. Bartolomeo - 2023-09-12 17-00-38 001.jpg Foto: Iosonosempreio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Carugo verbindet eine ausgeprägte Naturseite mit Ortsgeschichte und religiösem Erbe. Die Fontana del Guercio steht für bewaldete Landschaft und den Schutz von Amphibien, während Kirchen, Kapellen und der mittelalterliche Turm La Torre unterschiedliche Epochen des Ortes sichtbar machen.

Die Fontana del Guercio und ihr Naturraum

Die Fontana del Guercio ist ein regionales Schutzgebiet, das durch das Regionalgesetz Nr. 86 vom 30. November 1986 eingerichtet wurde. Das Gebiet umfasst zwischen 27,8 und 35 Hektar, liegt vollständig im Gemeindegebiet von Carugo und ist größtenteils bewaldet. Bei Carugo gehört die Fontana del Guercio im Parco delle Groane zu den drei Stätten von gemeinschaftlicher Bedeutung. Ein naturkundlicher Weg mit acht Lehrtafeln erschließt den thematischen Zugang zur Landschaft. Der kleine See innerhalb der Fontana del Guercio dient als Laichgebiet für Amphibien.

Quellen, Kapellen und historische Wege

Die Cappella di Sant'Ambrogio liegt zwischen Carugo und Pozzolo. Zu ihr führt ein Weg, der an der Fontana del Guercio beginnt. Eine weitere markante Quelle ist die Testa del Nan, die früher den Namen del Neno trug und die Quelle des Borromeo-Kanals ist. Die Chiesetta di S. Martino steht auf einer Hochebene an der Grenze zwischen Carugo und Mariano, an dem Ort, an dem einst die römische Straße zwischen Mailand und Como verlief.

Kirchen und mittelalterliche Spuren in Carugo

Die Chiesa di San Bartolomeo befindet sich an der Piazza San Bartolomeo im bebauten Ortszentrum von Carugo. Das heutige Gotteshaus wurde zwischen 1933 und 1936 errichtet und ersetzte die frühere Kirche am Fuß des Torre-Hügels. La Torre selbst zählt zu den wenigen noch sichtbaren mittelalterlichen Bauzeugnissen in Carugo. Am Ortseingang an der Straße nach Giussano steht das Santuario di San Zeno. Die Kirche San Zeno erscheint in den Schriften des Historikers Goffredo da Bussano aus dem 13. Jahrhundert. Das Santuario war ursprünglich dem heiligen Bischof von Verona geweiht; später wurde es der Unbefleckten Empfängnis Marias geweiht. Das Patronatsfest San Bartolomeo fällt auf den 24. August und wird traditionell am zweiten Sonntag im September in Carugo gefeiert. Für das Jahr 1258 ist im Zusammenhang mit religiösen Auseinandersetzungen eine Zerstörung bei Gattedo überliefert.

Brianza im 20. Jahrhundert

Auch die jüngere Regionalgeschichte hat in Carugo ihren Platz. Das Museo della Brianza nel Novecento befindet sich in Carugo. Die Associazione Museo "Nel Novecento" APS bewahrt und verbreitet die Erinnerung und Geschichte der Brianza im 20. Jahrhundert.

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