Blevio: Mosaike, Kulturerbe und Rundwanderweg

File:San Francesco Blevio.jpg File:San Francesco Blevio.jpg Foto: Maurizio Moro5153 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Historische Spuren in Blevio

Blevio verbindet historische Wege, geschütztes Kulturerbe und künstlerische Vorhaben im öffentlichen Raum. Die Statuten von Como aus dem Jahr 1335 ordnen Blevio als Gemeinde die Instandhaltung eines Abschnitts der Via Regina zu. Dieser Bezug verankert den Ort in einer dokumentierten Verkehrsgeschichte, die sich beim Erkunden der Wege als wichtiger kultureller Hintergrund mitdenken lässt.

Zur kulturellen Identität gehört auch die Prestinari-Orgel von Blevio. Sie stammt aus dem Jahr 1821, ist ein Nationaldenkmal und als künstlerisch-kulturelles Erbe geschützt. Damit steht in Blevio ein konkretes Zeugnis aus dem 19. Jahrhundert neben den historischen Verbindungen, die den Ort bereits im Mittelalter mit der Via Regina verbanden.

Mosaike als Vorhaben im Ortsgebiet

Das Projekt „Parco mosaici di Blevio“ sieht vor, im Lauf der Zeit künstlerische Wege entlang der Fußwege und in den öffentlichen Parks des Gemeindegebiets von Blevio anzulegen. Der Projektcharakter bleibt dabei wesentlich: Es geht um eine Entwicklung, die schrittweise erfolgen soll, nicht um eine pauschale Aussage über bereits fertiggestellte Anlagen.

Die für den Parco Mosaici di Blevio gewählte Mosaiktechnik ermöglicht Kunstwerke für den Außenbereich, die Witterungseinflüssen standhalten. So verbindet das Vorhaben die Gestaltung öffentlicher Wege und Parks mit einer Technik, die ausdrücklich auf den Einsatz unter freiem Himmel ausgerichtet ist.

Ein Rundweg zwischen Wegen, Kirche und Höhlen

„Tra i mosaici in riva al Lario“ ist ein Rundwanderweg zwischen Sopravilla und Mezzovico in Blevio. Im Verlauf dieses Rundwegs wird ein 200 m langer Hin- und Rückweg zur am See gelegenen Kirche der Heiligen Epimaco und Gordiano empfohlen. In Sopravilla führt der Rundweg über einen gepflasterten Fußweg, der mit der historischen Strada Regia zusammenfällt.

Auch zwei kleine Felsräume gehören zu den Besonderheiten des Rundwegs: Die Grotta dei miti ist eine kleine, mit einigen Flachreliefs zu epischen Geschichten geschmückte Grotte. Die Grotta dei putti ist eine kleine Höhle, deren Name auf die darin befindlichen Statuetten verweist.

Findlinge entlang der Route

Die Landschaftserlebnisse des Rundwegs werden durch markante Findlinge ergänzt. Prea Nairöla ist ein Findling, der als Naturdenkmal anerkannt ist. Sasso del Lupo ist ebenfalls ein Findling; die Route erreicht ihn nach dem Passieren von Monti di Sorto und Monti di Mezzovico.

Kirchenmusik und lokale Küche

Die antike Seenkirche der Heiligen Gordiano und Epimaco ist seit 1990 mit einer Orgelkonzertreihe verbunden. Ergänzend führt das Ristorante Momi in Blevio die lokale Seite des Ortes weiter: Küchenchef Andrea Dotti greift bei seinen Gerichten auf Produkte und die lokale Tradition des Sees zurück.

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