Vione: Kirchen, Museum und Wege durch Val Canè

Kultur und lokale Geschichte

Die Parrocchiale di San Remigio di Vione, das Museo Etnografico dell'Alta Valle Camonica 'LZuf und die Wege durch Val Canè setzen unterschiedliche Schwerpunkte: sakrale Kunst, Alltagsgeschichte, historische Spuren und Bergnatur.

Im Museo Etnografico dell'Alta Valle Camonica 'LZuf sind zahlreiche Artefakte und Gegenstände gesammelt, die das Alltagsleben, die Feldarbeit sowie die Bräuche und Sitten der Menschen im Valle Camonica dokumentieren. Die Bereiche reichen vom Holzhandwerk und den Geräten der Landwirtschaft und Viehzucht bis zu weiblichen Tätigkeiten wie Spinnen und Weben.

Das Museum ist saisonal zugänglich: Im Juli und August ist es täglich von 17 bis 19 Uhr geöffnet, in der übrigen Zeit des Jahres nach Voranmeldung.

Sakrale Bauwerke und historische Spuren

Die Parrocchiale di San Remigio di Vione ist ein dreischiffiger Saalbau mit vier rechteckigen Jochen im Mittelschiff und jeweils vier quadratischen Jochen in den Seitenschiffen. Sie besitzt zahlreiche barocke Holzskulpturen und Gemälde aus hervorragenden künstlerischen Schulen. Der Bau begann 1580; am 10. September 1603 wurde die Kirche geweiht. An der Parrocchiale ist außerdem ein halbkreisförmiges Fragment der romanischen Apsis der früheren Pfarrkirche erhalten, möglicherweise aus dem 13. Jahrhundert.

Das Santuario di Cortaiolo steht nahe der alten Straße nach Dalegno. Das Santuario del Redentore steht an der alten Straße nach Canè. Das Heiligtum besitzt ein Presbyterium aus dem 17. Jahrhundert; das achteckige Kirchenschiff wurde im 18. Jahrhundert ergänzt. Die Panca Karolingia ist 1 Meter hoch und 2,5 Meter lang. Sie wurde aus einem einzigen Block Adamello-Tonalit gefertigt, der allgemein auch als Granit bezeichnet wird.

Wege durch Wald und Berglandschaft

Der Tor dei Pagà ist von Vione oder – leichter – vom Weiler Canè über einen steilen, nur teilweise befestigten Saumpfad durch einen dichten Lärchenwald erreichbar. Die Trekkingroute durch Val Canè führt durch Lärchenwälder und an weißen Marmoradern im metamorphen Gesteinskomplex des Monte Coleazzo vorbei. Zweimal überquert sie den Rio Fumeclo und erreicht die Casere di Valzaroten sowie die Laghetti di Pietra Rossa. Diese kleinen Tümpel liegen am Fuß des gleichnamigen Gipfels.

Auch für eine Ausrichtung mit dem Fahrrad gibt es einen konkreten Bezugspunkt: Das Areal beim Ortsteil Case Vallaro liegt neben dem Oglio und einem Radweg. In der Nähe gibt es etwa 20 Parkplätze und mehrere Wasserstellen.

Wer Kultur und Wege verbinden möchte, findet dafür in Vione unterschiedliche Anlaufpunkte: Die Parrocchiale di San Remigio di Vione und das Museum stehen für sakrale Kunst und Alltagsgeschichte; Tor dei Pagà und die Trekkingroute durch Val Canè führen durch Lärchenwald und Berglandschaft.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brescia.

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