Sorisole zwischen Canto Alto, Natur und Geschichte
Unterkünfte in Sorisole
Sorisole zwischen Ebene und Berg
Sorisole verbindet unterschiedliche Landschaftsräume auf engem geografischem Rahmen. Das Gebiet erstreckt sich von der interkollinen Ebene von Petosino bis zum 1.146 Meter hohen Gipfel des Canto Alto und weist dabei einen Höhenunterschied von etwa 850 Metern auf. Der Übergang von der interkollinen Ebene zum Canto Alto prägt den räumlichen Charakter von Sorisole; im historischen Ortszentrum befindet sich außerdem die Chiesa di San Pietro. Petosino liegt am unteren Rand, der Canto Alto am oberen Ende dieses Höhenraums. Die landschaftlichen und historischen Anlaufpunkte liegen dabei an unterschiedlichen Stellen: Der Canto Alto bildet den Gipfelbereich, während die Chiesa di San Pietro im historischen Ortszentrum verankert ist.
Auf dem Gipfel des Canto Alto steht das noch bestehende dritte Kreuz. Es wurde am 2. September 1979 eingeweiht und ist 32,5 Meter hoch. Am Canto Alto liegen dabei Gipfelwiesen, offene Lebensräume und das dritte Kreuz im selben Bergmassiv.
Gestein, Wasserlauf und Gipfelwiesen
An der Forcella di Camblì sind graue, grüne und rote, dicht laminierte Tonsteine und Mergel mit eingeschalteten Kalksteinschichten zu sehen. Hinzu kommen dünne Lagen schwarzer bituminöser Tonsteine; die Gesteinsfarben und Schichtungen treten dort unmittelbar nebeneinander auf. Diese Gesteine gehören zur Formation der „Marne di Bruntino“.
Für Naturkundlich Interessierte ist der Morla oberhalb von Sorisole aus geologischer Sicht besonders interessant, weil unterirdische Höhlen seinen Lauf begleiten. Einige Grate des Bergmassivs Canto Alto sind von offenen Lebensräumen und blütenreichen Gipfelwiesen geprägt. Die Gelbbauchunke (Bombina variegata) legt ihre Eier in zeitweiligen Tümpeln und Tränken ab und bevorzugt sonnige Gewässer.
Wandern und Freiklettern
Zur Forcella di Camblì führen der CAI-Weg 220 von der Cappella del Pisgiù und der CAI-Weg 113 von der Forcella della Rua. Für die Wegwahl stehen damit zwei unterschiedliche Ausgangspunkte zur Verfügung.
Der Wanderweg 220 beginnt am Restaurant „Pisgiù“ nördlich von Sorisole. Dorthin führt eine schmale Straße, und am Ausgangspunkt gibt es Parkmöglichkeiten. Von diesem Ausgangspunkt führt der Weg 220 weiter zur Forcella di Camblì.
Die Falesia „Cörna di Marte“ ist eine Felswand oberhalb von Sorisole, die für das Freiklettern ausgerüstet ist. Wer freiklettern möchte, findet dafür die Falesia „Cörna di Marte“, während die CAI-Wege zur Forcella di Camblì führen.
San Pietro und die Geschichte des Ortes
Im historischen Ortszentrum befindet sich die Chiesa di San Pietro. Die heutige Kirche wurde 1704 begonnen, nachdem die ältere, der Madonna geweihte Kirche abgerissen worden war. 1739 wurde die Chiesa di San Pietro geweiht und zur Präpositurkirche erhoben. Die Chiesa Prepositurale di San Pietro apostolo e Sant’Alessandro martire gilt als Museum der bergamaskischen Barockkunst.
Ein lokaler Brauch
Das traditionelle „Lotto dei Morti“ gehört zu den charakteristischen Bräuchen von Sorisole und wird von den Pfarrgemeinden gepflegt. Die Pfarrgemeinden pflegen ihn als lokale Überlieferung.
Weitere Reiseziele
Weitere Reiseziele: Monasterolo del Castello, Capriate San Gervasio, Scano Al Brembo, Bagnatica, Bonate Sotto, Fuipiano Valle Imagna, Bonate Sopra, San Pellegrino Terme.
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