Carona zwischen Bergwegen, Seen und Felsritzungen
Unterkünfte in Carona
Carona verbindet Bergwege, Seen, Naturerlebnisse und eine bemerkenswerte historische Tiefe. Zwischen dem Lago di Carona, den Berghütten der Umgebung und den Felsritzungen im Val Camisana finden Sie unterschiedliche Möglichkeiten, die Landschaft zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf kulturellen Spuren zu erkunden.
Bergwege rund um Carona
Der Sentiero 210 verbindet Carona mit dem Rifugio F.lli Calvi. Für die Strecke sind drei Stunden Gehzeit hin und zwei Stunden zurück angegeben; die Wanderung hat die Schwierigkeit E. Eine weitere Verbindung bietet der Sentiero 224 zwischen dem Lago del Prato und dem Rifugio F.lli Longo. Hier beträgt die Gehzeit eine Stunde und 15 Minuten hin sowie 50 Minuten zurück, ebenfalls bei der Schwierigkeit E.
Vom Weiler Pagliari führt der Sentiero 247 zur Baita della Capra. Die Gehzeit beträgt eine Stunde und 45 Minuten hin und eine Stunde und 15 Minuten zurück. Der Weg überquert von Pagliari aus den Brembo, verläuft durch den Wald zur Baita della Capra und setzt sich über den Sentiero 210 in Richtung Rifugio F.lli Calvi fort. Das Rifugio F.lli Longo ist zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem Jeep-Shuttle erreichbar.
Auch für längere Unternehmungen lässt sich Carona in die Planung einbeziehen: Eine etwa 50 km lange Route durch Wege des Parco delle Orobie Bergamasche führt in fünf Tagen vom Passo San Marco über die Quellen des Brembo nach Carona. Für kürzere Spaziergänge gibt es einen land- und forstwirtschaftlichen Weg durch Nadelwälder und am Lago di Carona.
Aktiv unterwegs: Klettern, Reiten und Wintersport
Die natürliche Kletterwand La Corna verfügt über Kletterrouten der Schwierigkeitsgrade 6a bis 7c. Im Reitstall in Piana–Carona di Sotto wird Reitunterricht für Kinder und Erwachsene angeboten. Wer Carona mit dem Mountainbike erkunden möchte, findet mehrere Mountainbike-Routen, insbesondere zu den zahlreichen Berghütten der Umgebung.
Das Valle Carisole ist für Wintersport bekannt. Von Carona aus ist das Rifugio Mirtillo mit dem Sessellift erreichbar. Damit gehören sowohl sommerliche Wege als auch ein winterlicher Landschaftsraum zum örtlichen Angebot an Erlebnissen.
Natur und Wege mit barrierearmen Angeboten
Der Sentiero naturalistico e osservatorio verfügt über einen gepflasterten Belag, Schutzbarrieren mit Handläufen und eine Haltestange als Orientierungshilfe für blinde Besucher. Das Observatorium befindet sich in einer restaurierten alten Hütte, die unter Wahrung der traditionellen Architektur instand gesetzt wurde. Ein Aussichtsbalkon bietet den Blick auf den See.
Der Botanische Garten ist über einen barrierefreien Fußweg vom Parkplatz an der Via Pagliari erreichbar. Der Weg überquert den Brembo auf einer alten Bogenbrücke. Der Garten ist für Rollstuhlfahrer und blinde Besucher vollständig zugänglich ausgestattet. Ein Weg entlang des Flusses Brembo führt vom Botanischen Garten zu Wasserfällen und besonders klarem Wasser.
Weitere zugängliche Orte ergänzen dieses Bild: Die Sala Bouldering liegt im Erdgeschoss, ist mit Sicherheitssystemen ausgestattet und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Der Lungo-Lago-Weg ist für Menschen mit motorischen und sensorischen Behinderungen zugänglich. Dort gibt es Tische, Liegeflächen zum Sonnenbaden sowie Spielbereiche für Kinder mit Kletterelementen aus Blöcken.
Pagliari, Felsritzungen und lokale Geschichte
Pagliari ist ein kleiner ländlich geprägter Weiler etwa 1 km von Carona entfernt. Er liegt an der Straße zu den Rifugi Calvi und Longo auf 1350 m Höhe. Freiliegende Mauern aus lokalem Stein und charakteristische Schieferdächer prägen den baulichen Eindruck des Weilers.
Das Gebiet der Felsritzungen in Carona umfasst zahlreiche gravierte Felsblöcke auf Höhen zwischen 2100 und 2450 m über dem Meeresspiegel. Im Val Camisana trägt der Fels CMS 1 keltische Inschriften in lepontischer Schrift aus dem 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr. Derselbe Fels trägt außerdem Figuren aus dem 5. Jahrhundert v.
Ein lokaler Begriff verweist auf die frühere Bewirtschaftung der Hänge: Ein „sapel“ ist eine Unterbrechung in einer Trockenmauer oder einer Mauer zur Hangsicherung, die den Zugang zu abschüssigen Kartoffelfeldern erleichterte. Auch die weißen Kartoffeln aus Carona sind mit den Eigenschaften „mehlig und haltbar“ verbunden; diese Bezeichnung findet sich in der ersten gastronomischen Reiseführerpublikation Italiens. Kartoffeln wurden verwendet, um den Mangel an Mehl auszugleichen und ein lange haltbares Brot herzustellen.
Für die zeitliche Einordnung eines Hüttenbesuchs ist beim Rifugio F.lli Longo festgehalten, dass es von Mitte Juni bis Mitte September durchgehend geöffnet war. Diese historische Angabe steht neben den beschriebenen Wegen und erreichbaren Zielen rund um Carona, ohne eine aktuelle Öffnungszeit vorzugeben.
Weitere Orte für Ihre Italienreise
Wenn Sie Carona mit weiteren Zielen verbinden möchten, führen Sie die direkten Verbindungen zu Orio Al Serio, Bonate Sotto, Camerata Cornello, Roncobello, Cisano Bergamasco, Castione Della Presolana, Dalmine und Bossico.
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