Maissana zwischen Jaspis, Natur und Geschichte
Unterkünfte in Maissana
Maissana verbindet Naturbeobachtung, Archäologie und gewachsene Ortsgeschichte auf engem thematischem Raum. Wenn Sie Landschaften mit einer besonderen geologischen und kulturellen Vergangenheit verbinden möchten, finden Sie hier mehrere unterschiedliche Zugänge: von weinroten Jaspis-Felsbänken über geschützte Flusslebensräume bis zu Kirchen, einem mittelalterlichen Gebäude und kleinen Ausstellungen.
File:Maissana (SP) - frazione Torza - vecchio segnale di passaggio per pedoni - 01.jpg
Foto: diamante_0018 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Jaspislandschaft und Aussicht
Ein markanter Blickpunkt ist die Fontana Sacrata am Grande Anello del Benessere. Sie ist ein Aussichtspunkt auf der Wasserscheide zwischen dem Fluss Vara und dem Wildbach Borsa. Von dort überblickt man die archäologische Stätte Valle Lagorara und die weinroten Jaspis-Felsbänke. Damit eröffnet sich eine Landschaft, in der geologisches Material und menschliche Nutzung unmittelbar miteinander verbunden erscheinen, ohne dass die einzelnen Themen vermischt werden müssen.
Archäologie von der Kupferzeit bis heute
Der Tagebau für Jaspis im Valle Lagorara war während der Kupferzeit zwischen 3500 und 2600 v. Chr. in Betrieb. Die Esposizione di minerali e reperti archeologici erläutert mit einer Reihe von Tafeln die einzelnen Schritte der Jaspisverarbeitung. Zu dieser Ausstellung gehört außerdem ein mineralogischer Bereich mit etwa sechzig Exemplaren aus der Umgebung. Wer sich für frühe Rohstoffgewinnung, Gesteine und handwerkliche Verarbeitung interessiert, kann die Entwicklung dadurch aus mehreren Blickwinkeln betrachten.
Naturraum an Vara und Borsa
Das SIC des Torrente Borsa, das bis zum Fluss Vara reicht, schützt im Flusslauf den Lebensraum des Flusskrebses (Potamon fluviatile). Auch das SIC des Passo del Bocco umfasst die Gemeinde Maissana. Dieses Gebiet bewahrt Zeugnisse menschlicher Anwesenheit seit dem Mittelpaläolithikum. In der Ortschaft Giandriali steht zudem eine Stechpalme (Ilex aquifolium), deren Alter auf etwa 350 Jahre geschätzt wird. Der Baum hat einen Umfang von 120 cm und ist 16 Meter hoch.
Kirchen und Gebäude in Maissana
In Maissana steht die Kirche San Bartolomeo Apostolo aus dem 18. Jahrhundert. Sie enthält Fresken, Holzstatuen und ein Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert. Ebenfalls im Ort befindet sich das Gebäude „La prigione dei Fieschi“, das aus dem Jahr 1200 stammt. Das Oratorio di Santa Maria Maddalena in Maissana stammt aus dem 16. Jahrhundert. Zusammen zeigen diese drei Bauwerke unterschiedliche historische Schichten des Ortes, von mittelalterlicher Bausubstanz bis zu sakraler Kunst der frühen Neuzeit und des 18. Jahrhunderts.
Praktische Anlaufpunkte für den Besuch
Das Museo territorio Valle Lagorara befindet sich in der Via Macalle' in 19010 Maissana (SP). Für Besucher des archäologischen Gebiets ist das Centro di Accoglienza in Santa Maria normalerweise der erste Kontaktpunkt. Im Parco Avventura Val di Vara können Eintrittskarten am Eingang und online gekauft werden. Das Centro Turistico Sportivo di Tavarone verfügt über ein Schwimmbad, einen Tennisplatz und einen Fußballplatz. So stehen neben Natur- und Kulturthemen auch konkrete Einrichtungen für unterschiedliche Tagesinteressen im geprüften Ortsumfeld zur Verfügung.
Weitere Orte zur Orientierung
Vernazza, Piano di Follo, Bracelli, Calice Al Cornoviglio, Colombiera-Molicciara, Brugnato, Zignago und Carrodano.
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