Rossiglione zwischen Kirchenkunst und Val Gargassa
Unterkünfte in Rossiglione
Rossiglione lässt sich über zwei klar unterscheidbare Seiten entdecken: die Ortsbereiche mit Kirchenkunst und Baugeschichte sowie das felsige Val Gargassa mit seinen Wegen, Schluchten und geologischen Formen. Wer Kirchenkunst und Landschaft auf derselben Reise verbinden möchte, findet in Rossiglione Kirchen im Ort und Wege im Val Gargassa. Rossiglione Inferiore und Rossiglione Superiore zeigen unterschiedliche Bebauung, während der Rundweg Val Gargassa und der Sentiero Natura in die Landschaft führen.
File:Confluence of Gargassa into Stura in Rossiglione.jpg
Foto: Андрей Романенко via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kirchenkunst in Rossiglione
In Rossiglione Inferiore bewahrt das Oratorio di N.S. Assunta an seiner Fassade Freskenzyklen aus dem Jahr 1586 von Andrea Semino. Die Darstellungen greifen Geschichten der Jungfrau Maria und Jesu auf. Ebenfalls in Rossiglione befindet sich die Chiesa Parrocchiale di Nostra Signora Assunta, die 1609 feierlich geweiht wurde. Zu ihren Ausstattungsstücken gehört eine hölzerne Figurengruppe mit der Darstellung der Aufnahme Mariens in den Himmel, die auf die Zeit um das 17. Jahrhundert datiert wird. Beide Kirchen verbinden sakrale Kunst mit klar fassbaren historischen Jahreszahlen.
Auch die Bebauung der beiden Ortsteile unterscheidet sich. Rossiglione Inferiore ist durch langgestreckte Gebäude geprägt, die früher als Spinnereien und Eisenhütten genutzt wurden. Rossiglione Superiore zeigt hohe, an engen Gassen ausgerichtete Häuser und Portiken mit niedrigen Gewölben. In Rossiglione Superiore wurde die Pfarrkirche Santa Caterina über einer früheren Kirche aus dem 15. Jahrhundert wiederaufgebaut. Dort befindet sich Bernardo Castellos Gemälde Die Aufnahme der Jungfrau Maria in den Himmel. In Rossiglione stehen damit Industriegeschichte, enge Gassen und kirchliche Kunstwerke nebeneinander.
Val Gargassa: Felsen, Wasserlauf und Geologie
Das Val Gargassa ist ein felsiges, von Klippen geprägtes Gebiet von beträchtlichem ästhetischem und naturkundlichem Wert. Der Rundweg Val Gargassa beginnt am Sportplatz von Rossiglione, folgt dem Lauf des Rio Gargassa und ist für Wanderer mittleren Niveaus vorgesehen. Auf seinem Verlauf führen die Landschaftsformen an beeindruckenden Steinskulpturen, Schluchten und Canyons vorbei; außerdem sind Konglomerattürme und kleine Seen zu sehen. Der Weg führt auch zur Siedlung Vereira, wo frühere vorindustrielle Tätigkeiten von der einstigen Glasherstellung zeugen.
Der Sentiero Natura im Val Gargassa beginnt am Sportplatz von Rossiglione an der SP GE1 in Richtung Tiglieto, bei Kilometer 2 in der Ortschaft Gargassino. Dort sind zahlreiche Konglomerataufschlüsse und die für Sedimentgesteine typische Schichtung zu sehen.
Alltagskultur und regionale Spezialitäten
Im Museo Passatempo veranschaulichen funktionstüchtige Motorräder, Fahrräder und zeitgenössische Objekte Aspekte der italienischen Sachkultur des 20. Jahrhunderts. Dazu gehören Hommagen an Guzzi und an die Vespa von Piaggio. Zum Museo Passatempo gehört außerdem Da Netin du spaccio, die Rekonstruktion eines Ladens aus den 1940er Jahren. Einen kulinarischen Akzent setzt das Antico Forno di Paola e Laura: Neben verschiedenen Brotsorten bietet die Bäckerei die für den Ort typische focaccia lunga sowie Grissini und Lagaccio-Kekse an.
Weitere Orte: Chiàvari, Bogliasco, Torrazza, Arenzano, San Colombano, Camogli, Bricco und Bracco.
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