Ischia Di Castro: Archäologie, Fresken und Landschaft

Ischia Di Castro erhält sein kulturelles Profil im Museo archeologico „Pietro e Turiddo Lotti“. In thematischen Räumen auf zwei Etagen präsentiert das Museum archäologische Funde und Kunstwerke aus dem Gemeindegebiet und vermittelt die Geschichte des Gebiets und seiner früheren Bewohner von der Vorgeschichte bis zur Renaissance. Zu den gezeigten Werken gehören sechs Fresken mit Aposteldarstellungen aus dem Romitorio di Poggio Conte aus dem 13. Jahrhundert.

Archäologie zwischen Castro und Visentium

Das archäologische Gebiet von Castro erstreckt sich über etwa 3 Hektar auf einem Tuffsteinsprung. Es umfasst etruskische Nekropolen und die zerstörte Renaissance-Stadt Castro. Die antike Stätte Visentium liegt in der Umgebung von Ischia Di Castro. Die etruskischen Nekropolen und die zerstörte Renaissance-Stadt Castro stehen dabei für zwei unterschiedliche historische Schichten innerhalb desselben archäologischen Gebiets. Tuffstein begegnet hier in zwei Formen: als Tuffsteinsprung des archäologischen Gebiets von Castro und als Tuffsteinhöhlung des Eremo di Poggio Conte.

Der Eremo di Poggio Conte heißt lokal auch Romitorio. Er ist ein Beispiel für eine im Zisterzienserstil errichtete Kirche, die im 13. Jahrhundert von Mönchen in eine Tuffsteinhöhlung gehauen wurde. Die sechs Fresken im Museum stammen aus dem 13. Jahrhundert; beim Eremo di Poggio Conte wurde im selben Jahrhundert eine Kirche von Mönchen in eine Tuffsteinhöhlung gehauen.

Landschaft zwischen Wald und Lavaaufschlüssen

Eine andere Seite von Ischia Di Castro zeigt das SIC „Selva del Lamone IT 6010013“. Es erstreckt sich über 3.066 Hektar in den Gemeinden Ischia di Castro und Farnese. In seinem Wald weist es weit verbreitete Lavaaufschlüsse auf. Für Naturinteressierte verbindet sich hier die großflächige Ausdehnung mit den weit verbreiteten Lavaaufschlüssen im Wald.

Zum Naturthema gehören außerdem das SIC „Monti di Castro IT 6010016“, das sich über 1.588 Hektar in der Gemeinde Ischia di Castro erstreckt, und das SIC „Il Crostoletto IT 6010014“, das 40,7 Hektar umfasst. Die Flächengrößen reichen von 40,7 Hektar beim Il Crostoletto über 1.588 Hektar bei den Monti di Castro bis zu 3.066 Hektar bei Selva del Lamone.

Das Santuario della Madonna del Giglio

Das Santuario della Madonna del Giglio liegt im Tal unterhalb des bebauten Zentrums von Ischia di Castro, nahe dem Fosso Cellerano, und ist von mediterraner Macchia umgeben. Die jährlichen Feiern des Santuario erreichen am 8. September ihren Höhepunkt.

Kalender und Flächengrößen

Der 8. September ist der Höhepunkt der jährlichen Feiern des Santuario della Madonna del Giglio. Die drei SIC-Gebiete unterscheiden sich in ihrer Fläche: Selva del Lamone umfasst 3.066 Hektar, Monti di Castro 1.588 Hektar und Il Crostoletto 40,7 Hektar. Selva del Lamone liegt dabei in den Gemeinden Ischia di Castro und Farnese.

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