Allumiere: Buchenwälder, Bergbau und italienische Geschichte
Unterkünfte in Allumiere
Allumiere zwischen Meer, Bergen und Bergbaugeschichte
Allumiere liegt auf den höchsten Gipfeln der Monti della Tolfa am Tyrrhenischen Meer zwischen Rom und Civitavecchia. Das Gebiet besitzt sowohl naturkundliche als auch archäologische Bedeutung. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein Ort, an dem Landschaft, regionale Geschichte und kulturelle Zeugnisse eng nebeneinanderstehen, ohne dass Allumiere auf nur eine Facette festgelegt werden muss.
Die Faggeta di Allumiere
Ein prägender Landschaftsraum ist das Monumento Naturale Faggeta di Allumiere. Das Schutzgebiet liegt im Gemeindegebiet von Allumiere und wurde 1997 eingerichtet, um einen der bedeutendsten und am besten erhaltenen Buchenwälder Mittelitaliens zu schützen. Die Faggeta erstreckt sich über etwa 400 Hektar; einige Buchen sind mehr als 500 Jahre alt. Durch den Wald führt ein Netz markierter Wanderwege. Informations- und Thementafeln beziehen sich dabei auf die für die Bergbaugeschichte des Gebiets bedeutendsten Orte.
Wandern auf den Spuren des Alaunabbaus
Die historische Gewinnung von Alaunstein im Raum Allumiere erfolgte fast drei Jahrhunderte lang im Tagebau. Sie hinterließ große Spalten und Krater in der Landschaft, die den historischen Charakter des Bergbaus anschaulich prägen. Ein größtenteils zu Fuß verlaufender Weg führt vom Rastplatz in der Località Sant'Antonio durch den Buchenwald zu den antiken Alaunbergwerken. Dort lässt sich ein umfassendes Repertoire verschiedener Abbautechniken und ihrer Geschichte erkennen.
Zum historischen Bergbauweg gehören mehrere Öfen aus dem 17. Jahrhundert, die zur Kalzinierung von Alaunstein dienten. Eine weitere Wanderoption ist der Cammino dei Minatori di Allumiere: Der Rundweg ist in drei farblich gekennzeichnete Richtungen gegliedert und insgesamt 35 Kilometer lang. Die Strecke lässt sich auf einen oder mehrere Tage verteilen. Dabei verbindet der Cammino Buchenwälder und Felswände mit historisch-künstlerischen Sehenswürdigkeiten sowie ehemaligen Alaunsteinbrüchen und Alaunbergwerken.
Kirche, Klosterreste und Museum
Auch im Ort und seinem näheren Umfeld finden sich historische Zeugnisse. Die Chiesa di Maria Assunta wurde 1608 auf Veranlassung der Olgiati anstelle einer kleinen Kapelle errichtet. Die Überreste des Eremo della Trinità befinden sich etwa 2 km vom Ortszentrum entfernt. Die Anlage wird erstmals 1243 urkundlich erwähnt und wurde vermutlich über einer römischen Villa oder einer früheren Kirche errichtet.
Das Museo Civico Adolfo Klitsche De La Grange wurde 1956 als Antiquarium gegründet und befindet sich im historischen Palazzo della Reverenda Camera Apostolica, der 1580 errichtet wurde. Zur geomineralogischen Abteilung gehört ein funktionsfähiges maßstabsgetreues Modell eines Alaunwerks. Außerdem werden lithische Industrien ausgestellt, die auf etwa 450.000 Jahre datiert werden und zu den ältesten Spuren früher menschlicher Gemeinschaften in den Monti della Tolfa und im Latium zählen.
Lokaler Geschmack im Herbst
In Allumiere wird jeden Herbst die Sagra della castagna e del pane giallo, ein Fest rund um Kastanien und gelbes Brot, veranstaltet.
Weitere Orte für Ihre Reiseplanung
Wenn Sie Allumiere mit weiteren italienischen Reisezielen vergleichen möchten, finden Sie hier auch Sasso, Marino, Ponzano Romano, Nazzano, Riano, Gerano, Marina Di Cerveteri und La Pisana.
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