Poggio San Lorenzo zwischen Oliventerrassen und Geschichte

Die Landschaft von Poggio San Lorenzo ist durch Oliventerrassen geprägt. Diese Terrassen geben dem Ort ein landwirtschaftliches Gesicht. Zugleich treffen hier der Weg der Via di Francesco, römische und vorrömische Spuren sowie konkrete Bezüge zu Landwirtschaft und Küche aufeinander.

Wälder, Olivenhaine und der Cammino di San Francesco

Eine von Poggio San Lorenzo ausgehende Etappe der Via di Francesco führt durch Wälder und über mit Olivenhainen übersäte Hügel. Die dritte Etappe des Cammino di San Francesco beginnt in Rieti und endet in Poggio San Lorenzo. Der Abschnitt endet damit in einer Landschaft, die durch Oliventerrassen geprägt ist. Die Verbindung aus Wald, Olivenhainen und Terrassen begleitet den Weg bis in den Zielort.

Römische und vorrömische Spuren

Im Römischen Kaiserreich wurde Poggio San Lorenzo zu einem Castrum. Ein Castrum bezeichnet hier eine militärische Befestigung an der Salzstraße. Die Lage an dieser Straße und die militärische Funktion gehören somit zusammen.

Unmittelbar außerhalb von Poggio San Lorenzo steht die Kirche Madonna dei Penitenti. Sie wurde auf den Resten eines Tempels errichtet, der der Göttin Vacuna geweiht war. Der heutige Kirchenbau steht damit an einem Ort, an dem bereits zuvor ein religiöser Bau bestand.

In der näheren Umgebung liegt außerdem die antike Stätte Anfiteatro di Trebula Mutuesca. In Valle Gemma befindet sich ein Gelände, das Historiker als mögliches vorrömisches Oppidum oder italisches Heiligtum ansehen. Die historische Einordnung von Valle Gemma bleibt zwischen diesen beiden Möglichkeiten offen.

Landwirtschaft, Fest und Piringhilli

In der Via Quinzia 126 in Poggio San Lorenzo liegt Capo Farfa. Der landwirtschaftliche Betrieb bietet Touren und einen Lehrbauernhof. Die Sagra del Frittello ist ein historisches Fest. Sie findet am Wochenende des heiligen Josef, am 19. März, statt. Für die Reiseplanung rund um das Fest ist der 19. März der konkrete Bezugspunkt. Piringhilli sind handgemachte Spaghettoni. Angerichtet werden sie mit einer Sauce aus Tomaten, Knoblauch, Öl und Chili. Die Sagra del Frittello steht dabei für einen historischen Festanlass, während Piringhilli den Namen einer handgemachten Pastaspeise mit einer Sauce aus Tomaten, Knoblauch, Öl und Chili tragen.

Natur und Tierpflege

Der Parco Faunistico Piano dell’Abatino bietet seit 1980 Tieren aus den unterschiedlichsten Situationen Zuflucht und Pflege. Die Tierpflege bildet damit einen eigenen Schwerpunkt neben den Wäldern, Olivenhainen und historischen Stätten des Ortes.

Übernachten an der Via di Francesco

La Casa del Pellegrino liegt an der zentralen Piazza Guglielmo Marconi. Die Unterkunft befindet sich neben der Via di Francesco und verfügt über 16 Schlafplätze. Für Pilger, die den Etappenort als Übernachtungsziel einplanen, verbindet sich damit die Lage an einem konkreten Platz mit der Nähe zur Via di Francesco.

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