Cittaducale zwischen Geschichte und Thermalwelt
File:Cittaducale vista dalla Salaria 01.jpg
Foto: Alessandro Antonelli via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Cittaducale zwischen Geschichte und Thermalwelt
Cittaducale verbindet eine klar fassbare Stadtgeschichte mit Kirchen, klösterlichen Orten und einer von Thermalplätzen geprägten Umgebung. Ihre historische Einordnung beginnt mit der Gründungsurkunde: Sie wurde am 15. September 1308 in Neapel unter der Herrschaft von Carlo II. d’Angiò verfasst. Wer den Ort als Reiseziel auswählt, begegnet damit nicht nur einzelnen Bauwerken, sondern einer über mehrere Jahrhunderte reichenden Folge konkreter Zeugnisse aus religiösen, städtischen und landschaftlichen Zusammenhängen.
Die Piazza del Popolo ist der Hauptplatz der Stadt. Die beiden senkrecht zueinander verlaufenden Straßen von Cittaducale treffen dort zusammen. Die Cattedrale di Santa Maria del Popolo wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts errichtet und nach dem Erdbeben von 1703 restauriert. Ihre Fassade zeigt den abruzzesischen gotisch-romanischen Stil, ein zentrales Rosettenfenster und drei Portale.
Weitere Zeugnisse führen in verschiedene Epochen der Stadtgeschichte und zeigen unterschiedliche historische Funktionen. Die Torre Angioina (Cassero di San Manno) ist ein gut erhaltenes Wehrturmgebäude, das den Hauptzugang von Cittaducale bewachte. Das Monastero di Santa Caterina D’Alessandria wurde im Jahr 1327 errichtet. Der Palazzo della Comunità beherbergte im 16. Jahrhundert die Herzogin Margherita d’Austria, die Tochter von Kaiser Karl V.
Auch religiöse Orte prägen das Bild von Cittaducale, wobei sich Baugeschichte, kulturelle Einrichtungen und religiöse Erinnerung verbinden. Zum Komplex Chiesa e Monastero di Santa Caterina D’Alessandria gehören unter anderem ein Museum und eine Bibliothek. Das Santuario di Santa Maria delle Grazie liegt unter den Mauern von Cittaducale und erinnert an das Wunder, dass das Abbild der Madonna am 11. September 1694 Tränen vergossen haben soll. Gerade die Verbindung aus Baugeschichte, religiöser Erinnerung und einzelnen kulturellen Einrichtungen macht den Ort für Reisende interessant, die Italien über seine gewachsenen Zeugnisse kennenlernen möchten.
Für eine aktivere und landschaftlich ausgerichtete Reiseplanung bietet das Gebiet weitere Anknüpfungspunkte. Durch das Gebiet von Cittaducale verläuft der Europäische Fernwanderweg E1, der die Terme di Vespasiano mit der Villa di Tito verbindet. Bei den Terme di Cotilia liegt ein See mit schwefelhaltigem Wasser. Der Thermalkomplex Antiche Terme di Vespasiano erstreckt sich über vier aufeinanderfolgende Terrassen; sein Zugang beginnt an einer Straße, die dem Verlauf der römischen Via Salaria folgt.
Interessieren Sie sich vor allem für Architektur, führen Gründungsurkunde, Piazza del Popolo, Cattedrale, Torre Angioina, Monastero und Palazzo zu unterschiedlichen historischen Themen. Der E1 und die Thermalorte ergänzen diesen Blick um Wege, Wasser und Landschaft. So bleibt Ihre Unterkunftsentscheidung an Ihrem gewünschten Reiserhythmus orientiert, während die konkreten Orte klar voneinander unterschieden bleiben.
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