Poggio Bustone zwischen Bergpanorama, Geschichte und Festkultur
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Foto: Marco Guadagnoli via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Poggio Bustone liegt an den Hängen des Monte Rosato auf etwa 750 Metern Höhe und blickt über die Valle Santa. Die Berglage prägt den Charakter des Ortes ebenso wie die weiten Aussichten: Im Parco Comunale „Giardini di Marzo“ reicht der Blick über das gesamte Rieti-Tal. Für Ihre Reise verbindet sich hier ein historisches Ortsbild mit Landschaftserlebnissen und einer ausgeprägten Festkultur.
Historisches Zentrum und sakrale Kunst
Zum mittelalterlichen historischen Zentrum von Poggio Bustone gehören das westliche Tor Porta del Buongiorno und das östliche Tor Porta della Torre.
Das historische Zentrum ist terrassenförmig angelegt. Enge, rustikale Straßen, steile Gassen und Treppen gehen in Bergpfade über. Diese Verbindung von Ortskern und Hanglage prägt die Orientierung vor Ort: Ein Spaziergang durch Poggio Bustone führt nicht nur an Gebäuden vorbei, sondern bewegt sich zugleich durch unterschiedliche Höhen und Übergänge.
In der Pfarrkirche San Giovanni Battista bewahren sich mehrere bedeutende religiöse Bezüge des Ortes. Die Kirche beherbergt ein Fresko aus dem 15. Jahrhundert, das den heiligen Franziskus beim Empfang der Stigmata zeigt, und bewahrt Reliquien des heiligen Märtyrers San Felice. Im Parco Comunale „Giardini di Marzo“ erinnert außerdem eine Bronzestatue an Lucio Battisti und seine Lieder.
Monte Rosato, Wald und Flugplätze
Am Südhang des Monte Rosato verläuft eine Panoramastraße, die zu Startplätzen für Paragliding und Drachenfliegen führt. Entlang des Weges liegt ein jahrhundertealter Eichen- und Buchenwald mit wild wachsenden Speisepilzen und Trüffeln. Die beiden wichtigsten Startplätze für Paragliding und Drachenfliegen sind mit dem Auto erreichbar.
Auch die Località Prati di S. Giacomo gehört zur Höhenlandschaft rund um Poggio Bustone. Auf etwa 1.200 Metern Höhe findet dort jedes Jahr am 15. August das Bergfest mit gegrilltem Fleisch und Würsten statt. Der Termin verbindet die Berglage mit einer lokalen Feier, bei der die kulinarische Seite des Ortes sichtbar wird.
Wege für unterschiedliche Reisepläne
Der Cammino di Francesco ist eine 80 Kilometer lange Route mit acht Etappen. Sie kann zu Fuß, mit dem Mountainbike, zu Pferd oder mit dem Auto zurückgelegt werden. Daneben dauert die erste Etappe des Cammino di San Francesco etwa sieben Stunden und gilt als anspruchsvoll. Die unterschiedlichen Streckenlängen, Fortbewegungsarten und die Dauer der ersten Etappe geben Ihnen für die Reiseplanung verschiedene Größenordnungen vor, ohne dass der Ort auf eine einzige Aktivität festgelegt ist.
Feste und Porchetta-Tradition
Am 4. Oktober begrüßen sich die Einwohner von Poggio Bustone jedes Jahr mit „Buon Giorno Buona Gente“ und feiern ein Fest zu Ehren des heiligen Franziskus. Ein weiterer fester Termin ist die Sagra della Porchetta IGP: Sie findet seit 1950 am ersten Sonntag im Oktober statt und umfasst Livemusik sowie Umzüge in historischen Kostümen.
Zur lokalen Porchetta-Tradition gehört eine Rezeptur, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Verwendet werden gemahlener Pfeffer, Knoblauch, Rosmarin und Salz. Zusammen mit dem Bergfest und den Oktoberveranstaltungen zeigt diese kulinarische Tradition, wie eng in Poggio Bustone Landschaft, religiös geprägte Bräuche und regionales Essen miteinander verbunden sind.
Weitere Orte für Ihre Reiseplanung: Orvinio, Roccaranieri, Salisano, Torricella In Sabina, Toffia, Cantalice, Labro, Talocci
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