Stignano zwischen Geschichte, Gassen und Kultur

File:Nuvole di legno - tanti colori un solo arcobaleno a Stignano 2018.jpg File:Nuvole di legno - tanti colori un solo arcobaleno a Stignano 2018.jpg Foto: Marcuscalabresus via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Stignano erschließt sich über sein historisches Zentrum, markante Kirchen und Klosterarchitektur, historische Bauwerke sowie eine MTB-Route, die durch einen Teil des Ortskerns führt. Wenn Sie italienische Ortsgeschichte nicht nur über ein einzelnes Gebäude, sondern über Plätze, Gassen, Kunst und Bauformen kennenlernen möchten, finden Sie hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Historischer Ortskern und Vianedi

Im historischen Zentrum von Stignano befinden sich I Portali. Die Häuser dort sind durch Treppen, Bögen, Durchgänge, Gassen und schmale Wege verbunden, die vor Ort Vianedi heißen. Im Borgo der Gemeinde Stignano liegt außerdem die Casa Natale di Tommaso Campanella, das Geburtshaus des Philosophen, Theologen, Dichters und Dominikanermönchs Tommaso Campanella. Dieser Ortsbereich verbindet damit die kleinteilige Struktur des historischen Zentrums mit einem konkreten Bezug zur Geistesgeschichte.

Kirchen und klösterliche Architektur

Das Convento di Sant'Antonio wurde 1641 von den Paolotti gegründet und besitzt einen von einem Säulengang eingefassten Kreuzgang. Die Chiesa di San Rocco befindet sich an der Piazza San Rocco im Ortsteil Stignano Centro. Die Chiesa dell'Immacolata liegt an der Via Calvario im Ortsteil Loc. Trivio. Wer sich im Ort an Bauwerken und ihren unterschiedlichen Standorten orientiert, kann diese Kirchen und das Convento als eigenständige Stationen der Ortsarchitektur betrachten, ohne sie zu einem einzigen Gebäudekomplex zusammenzufassen.

Residenzen und historische Bauformen

Villa Caristo ist eine repräsentative Residenz aus dem 18. Jahrhundert und gilt als einzigartiges Beispiel barocker Kunst in Kalabrien. Sie liegt in einem jahrhundertealten Park von mehr als 20 Hektar. Das Castello di San Fili entstand im 16. Jahrhundert als Verteidigungsturm und wurde später von den Feudalherren zu Wohnzwecken umgebaut. An diesen beiden Bauwerken lassen sich unterschiedliche historische Funktionen ablesen: hier die repräsentative Residenz, dort der zunächst militärisch geprägte Turm mit späterer Wohnnutzung.

Kunst, Arkaden und Ausblicke

In der Chiesa Matrice, der Parrocchia Annunciazione, sind die Altarbilder von Cozza zu sehen. Dort befindet sich auch eine Marmorbüste der heiligen Barbara. Entlang der Via Forzo gibt es charakteristische Lammie, also Arkaden. Einen anderen Blick auf den Ort und seine Umgebung bietet die Piazza Forzio mit einem Aussichtspunkt über das Tal bis zum angrenzenden Meer. So treten neben den Kirchen und Residenzen auch einzelne Kunstwerke, bauliche Details und einen Aussichtspunkt über das Tal bis zum angrenzenden Meer in den Vordergrund.

Stignano mit dem Mountainbike erkunden

Für eine Verbindung von Ortsgeschichte und Radfahren beginnt die MTB-Route Stignano an der Piazza S. Pietro und führt durch einen Teil des historischen Zentrums. Die Route umfasst außerdem einen Wegabschnitt zum Castello di San Fili sowie einen kurzen Abschnitt zu Fuß. Bei Ihrer Tagesplanung können Sie daher den Start an der Piazza S. Pietro, den Verlauf durch den Ortskern und den Bezug zum Castello als unterschiedliche Orientierungspunkte berücksichtigen. Stignano spricht damit sowohl kulturinteressierte Besucher als auch Reisende an, die historische Bauwerke und eine Mountainbike-Strecke in ihrer Planung nebeneinanderstellen möchten.

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