Scilla zwischen Festung, Küste und maritimer Tradition
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Foto: Benjamin Smith via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Scilla verbindet eine markante Festung mit Kirchen, religiösen Traditionen, Naturpfaden und maritimer Kultur. Wenn Sie einen Ort suchen, an dem sich Architektur und Geschichte ebenso wie Küste, Tauchen und regionale Küche erkunden lassen, bietet Scilla dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Festung und Kirchen als prägende Orte
Das Castello Ruffo, auch Castello Ruffo di Calabria, ist eine alte Festung auf dem dem Meeresgebiet zugewandten Vorgebirge von Scilla am Stretto di Messina. Sein unregelmäßiger Festungsgrundriss wird von Wehrmauern, Türmen und Schießscharten geprägt. Von Chianalea aus können Sie über Gassen und grüne Wege zu dem Felsen hinaufgehen, auf dem das Castello Ruffo errichtet wurde. So lässt sich der historische Ort mit einem Weg durch die örtliche Bebauung und Landschaft verbinden.
Auch die religiösen Bauwerke führen durch unterschiedliche Facetten von Scilla. Die Chiesa dello Spirito Santo liegt im Viertel Marina Grande und zählt zu den herausragenden Beispielen religiöser Architektur im Raum Reggio Calabria. Die ihr gewidmete Bruderschaft des Heiligen Geistes wurde 1778 in den Räumlichkeiten der Kirche gegründet. In der Chiesa Matrice bewahrt der Pronaos, also der vorgelagerte Säulenbereich, ein Marmorkolonnadenwerk mit sechs ionischen Säulen. Dort befindet sich außerdem eine Marmorskulptur des Apostels Petrus, die der Schule Berninis zugeschrieben wird.
Wallfahrt und örtliche Traditionen
Die Kirche San Rocco in Scilla ist Ziel fortlaufender Wallfahrten und wird von freiwilligen Helfern ganzjährig geöffnet gehalten. Am Sonntagabend wird die Statue San Roccheddu in die Hauptkirche zurückgebracht; dabei erhellen Feuerwerke den Stretto di Messina.
In Chianalea wird traditioneller Schwertfischfang weiterhin mit Passerelle-Booten betrieben. Dazu passt die maritime gastronomische Prägung des Viertels: Die Küche von Chianalea pflegt eine seit Jahrhunderten überlieferte maritime gastronomische Tradition. Für Ihre Reiseplanung bedeutet das eine klare thematische Verbindung von Fischfang, Küstenkultur und regionaler Küche, ohne dass diese Aspekte auf ein einziges Erlebnis reduziert werden müssen.
Naturpfade, Höhlen und Meer
Zu den Grotte di Tremusa führen Naturlehrpfade, die in Scilla, Favazzina und Melia beginnen. In den Decken der Grotte di Tremusa sind weiterhin fossile Muscheln sichtbar. Von dort bieten sich Ausblicke auf den Stretto di Messina und die Costa Viola. Wenn Sie Naturerlebnisse mit geologischen Besonderheiten und Landschaftsblicken verbinden möchten, liegt hier ein eigenständiger Schwerpunkt neben den Kirchen und der Festung.
Punta Pacì hat klares Wasser und tiefe, artenreiche Meeresböden mit vielfältiger Flora und Fauna und eignet sich zum Tauchen. Marina Grande ist kostenlos zugänglich und auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Im Viertel befindet sich außerdem der Bahnhof Scilla der Ferrovie dello Stato. Damit treffen in Marina Grande ein Strand- und Meeresbereich, ein Aspekt der Zugänglichkeit sowie ein konkreter Ankunftspunkt aufeinander.
Scilla nach eigenen Interessen entdecken
Sie können Scilla daher kulturell, spirituell oder landschaftlich erschließen. Das Castello Ruffo und die Chiesa Matrice setzen architektonische Akzente, die Chiesa dello Spirito Santo und San Rocco verweisen auf religiöse Kontinuitäten, während die Grotte di Tremusa und Punta Pacì Natur und Meer in den Mittelpunkt rücken. Welche Orte Sie miteinander verbinden, hängt damit vor allem davon ab, ob Sie Ihren Besuch auf Baukunst, Wallfahrt, Wege in der Natur, Unterwasserwelten oder lokale Küchentraditionen ausrichten möchten.
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