Oliveto zwischen Kirchen, Olivenhainen und Wanderwegen
Oliveto verbindet sakrale Ortsgeschichte mit einer Landschaft, in der Olivenhaine und Wege durch das Tal der Fiumara Valanidi zusammengehören. In der Frazione Oliveto liegt in Contrada Paterriti die Chiesa di San Pietro, eine Kirche mit subsidiärer Funktion. Dazu kommen historische Bezüge zur Pfarrei und zur Madonna della Consolazione sowie ein regionaler Weinbezug zu Pellaro. Wer einen Ort mit kulturellen Spuren und Wanderperspektiven sucht, findet hier unterschiedliche Ansatzpunkte für die eigene Italienreise.
Kirchen- und Ortsgeschichte
Die ältere Sakralgeschichte wird an einem früheren Kirchenbau besonders anschaulich. Die erste Kirche im Dorf Valanidi Inferiore in Contrada Oliveto war rechteckig, 21 Meter lang und 7 Meter breit. Sie endete in einer Apsis, war nach Westen ausgerichtet und besaß neun Fenster sowie ein Ziegeldach. In dieser früheren Kirche befand sich ein Hauptaltar, der der Madonna della Consolazione geweiht war.
Auch Namen und kirchliche Geschichte führen in die Vergangenheit. Bis zum Zweiten Weltkrieg trug Oliveto im kirchlichen Gebrauch die Bezeichnung Valanidi Inferiore. Die Pfarrei von Oliveto wurde durch ein Dekret vom 6. August 1789 kanonisch gegründet. Die Congrega Maria SS. del Monte Carmelo ist mit Oliveto unter der Postleitzahl 89134 verbunden. Der Ortsname leitet sich vermutlich von den Dialektformen „livi“ für Olive und „livitu“ für Olivenhain ab. Das Erdbeben vom 28. Dezember 1908 zerstörte die Kirche von Oliveto.
Olivenlandschaft und regionaler Weinbezug
Die Landschaft erklärt einen weiteren roten Faden des Ortes. Die erste Siedlung von Oliveto lag in einem Gebiet zwischen dem Vallone Cilea (O Srittu) und den Ufern des Wildbachs; dieses Gebiet war damals reich an Olivenbäumen. Oliveto liegt außerdem in dem Gebiet, in dem der Rotwein Pellaro als IGT-Wein erzeugt werden darf. So treffen Ortsgeschichte, Olivenlandschaft und ein klar abgegrenzter regionaler Weinbezug aufeinander.
Wandern zwischen Olivenhainen und Tal
Für Wanderinteressierte sind zwei unterschiedliche Wegverläufe relevant. Eine Wanderroute führt durch zahlreiche Olivenhaine, eröffnet besonders weite Ausblicke auf das Tal der Fiumara Valanidi, überquert die Fiumara, die die Gebiete der Gemeinden Motta San Giovanni und Reggio Calabria trennt, und kehrt anschließend nach Oliveto zurück. Eine Rundwanderung des Typs E führt vom Ortsteil Oliveto zum Castello di Sant’Aniceto in der Gemeinde Motta San Giovanni. Der Monte Pettodoro ergänzt diese Weg- und Religionsbezüge: Dort wurde 1933 auf Initiative des Pfarrers Felice Lopresti und der Bevölkerung von Oliveto ein monumentales Kreuz, ein Calvario, errichtet.
Religiöse Tradition und kulturelle Anlässe
Religiöse Verbundenheit zeigt sich außerdem in der Teilnahme der Gemeinschaft von Oliveto an einem Pilgerweg der Madonna della Consolazione. Bei einem Fest zu Ehren der Madonna del Carmine trat die Gruppe Etnosound im Rahmen ihrer Live-Tour auf dem Platz vor der Kirche Maria Santissima della Consolazione in Oliveto auf.
Unterkunft nach Reiseinteresse wählen
Wenn Sie eine Unterkunft für Ihren Aufenthalt in Oliveto auswählen, können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise an diesen konkreten Themen ausrichten: Kirchen- und Pfarrgeschichte, die Landschaft der Olivenhaine, Wanderungen mit Bezug zur Fiumara Valanidi oder der Weinbezug zu Pellaro. Möchten Sie den historischen und religiösen Spuren folgen oder die Wegverläufe und Landschaftsbezüge in den Mittelpunkt stellen?
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Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Brancaleone Superiore, Pellaro, Stignano, Lazzaro, Saline Joniche, Gioia Tauro, Seminara und Camini einbeziehen.
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