Santa Severina entdecken: Geschichte, Landschaft und lokale Weine
Unterkünfte in Santa Severina
Santa Severina auf dem Felsvorsprung
Santa Severina liegt auf einem Felsvorsprung inmitten eines weiten Tals. Der Ort wurde vermutlich von den Oenotriern gegründet, einem italischen Volk, das vor der griechischen Kolonisierung in der Gegend lebte. Früher trug Santa Severina den Namen Siberene. Für Sie beginnt die Erkundung daher mit einem Ortsnamen und einer Gründungsgeschichte, die weit zurückreichen.
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Foto: TheGermanGuyFromHamburg via Wikimedia Commons, CC0
Unter byzantinischer Herrschaft wurde Santa Severina zu einem bedeutenden religiösen Zentrum und war ein direkt von Byzanz abhängiger Metropolitansitz. Santa Severina ist außerdem der Geburtsort von Papst Zacharias, der von 741 bis 752 Papst war. Die Verbindung von byzantinischer Religionsgeschichte und päpstlicher Biografie eröffnet zwei unterschiedliche kulturhistorische Zugänge zu Santa Severina.
Kathedrale, Baptisterium und Diözesanmuseum
Die Concattedrale di Sant'Anastasia wurde zwischen 1274 und 1295 errichtet. Sie bewahrt das alte Portal des Stefanuzia-Baus und enthält einen Ambo aus kalabrischem Marmor. Auf der zentralen Marmorplatte ist Jesus unter den Schriftgelehrten dargestellt.
Das Diözesanmuseum von Santa Severina wurde 1998 im erzbischöflichen Palast neben der Kathedrale eingerichtet und liegt dem Schloss gegenüber. Im selben historischen Gebäude befinden sich außerdem die Diözesane Historische Bibliothek und das Diözesane Historische Archiv.
Das Diözesanmuseum zeigt im Wesentlichen historische und kunsthistorische Zeugnisse der Kathedrale und des Bischofssitzes, die vom Frühmittelalter bis ins 20. Jahrhundert reichen. Damit verbindet das Museum kirchliche Geschichte und Kunstgeschichte über mehrere Epochen.
Das Baptisterium von Santa Severina stammt aus dem Zeitraum vom 7. bis zum 9. Jahrhundert n. Chr. und wurde in byzantinischer Bauweise errichtet. Dort stehen acht wiederverwendete Granitsäulen. Außerdem befindet sich dort eine nahezu unversehrte Darstellung des büßenden heiligen Hieronymus aus dem 14. Jahrhundert. Die Säulen und das Bildmotiv ergänzen die architektonische Einordnung um konkrete Details.
Landschaft rund um Monte Fuscaldo
Vom Gipfel des nahe gelegenen Monte Fuscaldo bieten sich Ausblicke auf das Sila-Plateau und Santa Severina.
Die Wege rund um den Gipfel des nahe gelegenen Monte Fuscaldo führen durch schluchtähnliche Täler. Dort leben seltene Greifvögel wie der Schmutzgeier, der Uhu und der Rotmilan. Für Naturinteressierte entsteht dadurch ein anderer Schwerpunkt als bei den Sakralbauten und Museen.
Eine Strecke verläuft über einen alten Saumpfad und ist mit Informationstafeln sowie ausgestatteten Rastplätzen versehen.
Wein und typische lokale Produkte
Die Enoteca Comunale Valle del Neto im Castello di Santa Severina bietet Verkostungen nach vorheriger Reservierung an. Sie präsentiert im Castello di Santa Severina außerdem Weingüter, deren Weinbaugebiete vom legendären Fluss Neto berührt werden. Der Flussbezug erweitert den kulinarischen Blick auf die Weinbaugebiete am Neto.
Das Fest der heiligen Anastasia umfasst gastronomische Stände, an denen typische lokale Produkte verkostet werden können.
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