Santa Sofia d'Epiro: Arbëreshë-Kultur zwischen Kirchen und Natur
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Foto: Asia via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Santa Sofia d'Epiro lässt sich über zwei Perspektiven entdecken: die kulturelle Prägung des Ortes und die Landschaft im Gemeindegebiet. Für Sie ergeben sich daraus verschiedene Reiseinteressen – vom historischen Zentrum und Arbëreshë-Erbe bis zu Festgeschehen, Pflanzenwelt und Birdwatching am Lago di Tarsia.
Historisches Zentrum und Sakralbauten
Das historische Zentrum ist in einen oberen Bereich namens Drelarti und einen unteren Bereich namens Drehjimi geteilt. Es weist außerdem eine traditionell als Gitonia bezeichnete albanisch geprägte städtebauliche Struktur auf, bei der die Viertel um einen zentralen Platz angeordnet sind. Diese räumliche Gliederung bildet den Rahmen für mehrere Kirchen mit unterschiedlicher Geschichte. Die Chiesa di Santa Sofia Martire ist das älteste religiöse Gebäude der Stadt und stammt aus dem 9. Jahrhundert. Die Chiesa di Sant’Atanasio il Grande stammt aus dem Jahr 1742. Die Chiesa di Santa Venere, auf Griechisch Parasceve, stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Arbëreshë-Traditionen und Palazzo Bugliari
Santa Sofia d'Epiro bewahrt Arbëreshë-Traditionen, darunter die alte albanische Sprache und den byzantinisch-griechischen Ritus. Einen konkreten Einblick in diese kulturelle Prägung bietet das Museum of Arbëresh Territory and Costume. Es ist im Palazzo Bugliari untergebracht, einem Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, und zeigt eine getreue und vollständige Rekonstruktion der traditionellen albanischen Frauentracht. Dazu gehören Alltags-, Fest-, Halbfest-, Hochzeits- und Trauerkleidung. Ebenfalls im historischen Zentrum im Palazzo Bugliari befindet sich das Besucherzentrum der Reservate für Santa Sofia d'Epiro. Das Erbario del Crati ist in zwei Sälen desselben Palazzo untergebracht und dient der Bildungsarbeit sowie der wissenschaftlichen Forschung zur endemischen Flora. Die dem Erbario del Crati gewidmete Abteilung veranschaulicht alle Pflanzenarten des Gebiets.
Festa, Fackelprozession und Murales
Die Festa di Sant’Atanasio il Grande wird am 2. Mai gefeiert. Im Rahmen dieses Festes wird vom 23. April bis zum Festtag täglich gegen 18 Uhr ein kleiner bunter Papierballon, der paluni Shën Thanasit, steigen gelassen. Am Vorabend der Festa di Sant’Atanasio il Grande führt außerdem eine traditionelle Fackelprozession durch die Straßen der Stadt. Diese Prozession trägt den Namen Piçëza. Einen zeitgenössischen Akzent setzen die farbenfrohen Murales im Zentrum von Santa Sofia d'Epiro. Sie entstanden im Rahmen des Urban-Art-Festivals „Ylberi – Santa Sofia d’Epiro a Colori“.
Landschaft und Vogelwelt am Lago di Tarsia
Zum Gemeindegebiet von Santa Sofia d'Epiro gehört ein Teil des Naturschutzgebiets Riserva naturale del lago di Tarsia. Der zu Santa Sofia d'Epiro gehörende hügelige Teil des Schutzgebiets umfasst eine mediterrane Macchia mit Steineichen, Ulmen, Tamarisken und Erdbeerbäumen. Damit zeigt sich die Landschaft nicht nur als offene Naturkulisse, sondern auch durch eine benennbare mediterrane Pflanzenwelt. Der Lago di Tarsia, der sich ebenfalls über das Gemeindegebiet von Santa Sofia d'Epiro erstreckt, gilt aufgrund seiner reichen Wildvogelwelt als eines der bedeutendsten Gebiete Kalabriens für Birdwatching. Für Sie stehen hier besonders Naturbeobachtung, Pflanzenkunde und Vogelbeobachtung im Mittelpunkt.
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