Lungro – Arbëreshische Kultur, Kirchenkunst und Landschaft
Lungro verbindet arbëreshische Kultur, griechisch-katholische Traditionen und eine markante Lage am Vorgebirge. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, in dem sich Ortsbild, sakrale Kunst, Geschichte und Landschaft auf engem thematischem Raum betrachten lassen. Auch die lokale Küche gehört zu diesem kulturellen Profil: Shtridhëlat me fasule ist ein Gericht aus handgemachter Pasta mit Tomatensoße und Bohnen.
Arbëreshische Traditionen und sakrale Kunst
Lungro ist eine Arbëresh-Gemeinschaft und Sitz einer griechisch-katholischen Eparchie. Zu den arbëreshischen religiösen Traditionen gehören die Riten der Karwoche, die als Java e Madhe bezeichnet werden. Das Ortsbild ist um zwei zentrale Plätze angeordnet und durch typische Gjitonia, also Nachbarschaftseinheiten, geprägt. Diese Struktur macht die kulturelle Eigenart des Ortes auch in seiner gebauten Umgebung sichtbar.
Die Cattedrale di San Nicola di Mira wurde zwischen 1721 und 1825 erbaut. Ihr romanisch-barocker Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes; ausgestattet ist die Kathedrale mit Mosaiken und Fresken. In ihrer Kuppel befindet sich außerdem ein monumentaler Cristo Pantocrator. Damit stehen Baugeschichte, Raumgestaltung und religiöse Kunst in Lungro unmittelbar nebeneinander.
Kulturhaus und Museum
Die Casa della Musica „Vincenzo Straticò“ ist ein vielseitiges Kulturzentrum. Sie beherbergt Musik-, Theater- und Filmveranstaltungen und fördert die arbëreshische Sprache und Traditionen. Ergänzend dazu wurde das Museo diocesano di arte sacra dell’Eparchia di Lungro am 1. November 2015 eröffnet. Es befindet sich im Erdgeschoss des Episcopio in drei thematisch gegliederten Räumen.
Vorgebirge und Berglandschaft
Vom Vorgebirge, auf dem Lungro liegt, reicht der Blick über einen großen Teil der Piana di Sibari bis zum Golfo di Sibari. In der Umgebung von Lungro befinden sich außerdem mehrere als Berge geltende Landschaftspunkte: Timpone del Pino, Serra Cuparelli, Monte Caramolo und Cozzo del Mangano. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich so neben dem kulturellen Schwerpunkt ein klarer Landschaftsbezug.
Historische Orte in der näheren Umgebung
In der näheren Umgebung von Lungro gelten S. Angelo und C.da Carocchia als antike Stätten. Ebenfalls in der Umgebung befindet sich die Galleria D'Arte Il Coscile Di D. Sancineto, die als Museum gilt, sowie der als Palast geltende Palazzo Gallo. Diese unterschiedlichen Orts- und Gebäudebezeichnungen ergänzen das Bild einer Gegend, in der sakrale, historische und kulturelle Themen zusammenkommen.
Die ehemalige Salzmine von Lungro wurde zusammen mit dem Museo Storico della Miniera di Salgemma restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der ehemalige Bergbau steht damit neben Kathedrale, Museum, Kulturzentrum und Küche als weiterer historischer Bezugspunkt des Ortes.
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