Corigliano Calabro: Burghügel, Museen und Pilgerwege
File:Castello Ducale di Corigliano Calabro, Salone degli Specchi (28-09-2017) 2.jpg
Foto: Il Conte Suino Atomico via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Corigliano Calabro lässt sich über Bauwerke und Sammlungen ebenso erschließen wie über Pilgerwege und die nahe Küste. Das Castello Ducale di Corigliano Calabro befindet sich in der näheren Umgebung des Ortes und wurde 1073 als militärische Festung errichtet. Im historischen Zentrum verbindet der Ponte Canale aus dem 15. Jahrhundert den Burghügel mit dem Hügel des San-Francesco-Komplexes.
Burgen, Kirchen und befestigte Geschichte
Die Torre di Schiavone (Torre Cupo) diente als Beobachtungspunkt der Küstenverteidigung. Zugleich ist sie Teil der Befestigungsanlagen des 16. Jahrhunderts und besitzt historisches sowie künstlerisches Interesse.
Die Chiesa di Santa Maria Maggiore wurde gegen Ende des 10. oder zu Beginn des 11. Jahrhunderts erbaut. Die Chiesa di Sant'Antonio di Padova entstand 1459 durch Luca Sanseverino, den Fürsten von Bisignano. Eine weitere historische Spur führt zum Romitorio di San Francesco: Die kleine Kirche erinnert an den Aufenthalt des San Francesco di Paola in einer Hütte während seines Besuchs in Corigliano von 1476 bis 1478.
Die Chiesa di Santa Chiara mit dem Beinamen „delle Monachelle“ wurde zwischen 1757 und 1762 errichtet und enthält ein Gemälde von Nicola Domenico Menzele aus dem Jahr 1762 sowie eine Orgel aus dem Jahr 1735.
Museen und Kunstsammlungen
In der näheren Umgebung von Corigliano Calabro befindet sich das Museo internazionale „Raccolta di arte presepiale“. Es umfasst Hunderte von Werken, die der Sammler Giacomo Felicetti über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten auswählte. Die Sammlung ist in vier geografische Bereiche gegliedert: kalabrische Kunst, die Krippentradition aller italienischen Regionen sowie europäische und außereuropäische Kunst aus Afrika, Asien, Amerika und Australien.
Das Museo Castello Ducale wurde nach umfangreichen Umgestaltungen 2002 eingeweiht und unter diesem Namen für die Öffentlichkeit geöffnet. Besichtigt werden können dort unter anderem das Mönchsgefängnis, die Küchen aus dem 19. Jahrhundert, die Kapelle Sant’Agostino, der Salone degli Specchi, das Esszimmer, der Hauptturm und der Burggraben.
Zur Kunst im Castello gehört außerdem die Pinacoteca di arte moderna Nelle sale del Castello. Sie zeigt sechs großformatige Gemälde; nicht alle davon sind zugeschrieben. Den Abschluss der Sammlung bildet das Triptychon „Madonna delle Rose“ von Domenico Morelli, das wahrscheinlich im Auftrag des Barons Luigi Compagna entstand.
Pilgerwege und unterschiedliche Etappenlängen
Für längere Wanderungen steht die Via dei Monasteri des Cammino di San Francesco di Paola. Sie führt von Paterno Calabro nach Corigliano Calabro, ist 135 km lang und umfasst sechs Etappen. Die Via per la Francia desselben Cammino beginnt in Corigliano Calabro und führt über 71,6 km in drei Etappen nach Monte Sant’Angelo bei Castrovillari. Die unterschiedlichen Streckenlängen und Etappenzahlen helfen Ihnen, die beiden beschriebenen Optionen nach dem verfügbaren Zeitrahmen zu vergleichen.
Uferpromenade, Strände und lokale Küche
Mehrere Strände befinden sich in der Umgebung von Corigliano Calabro: Spiaggia Fabrizio, Marina di Schiavonea, Spiaggia Momena und Spiaggia Salicetti. Marina di Schiavonea bietet außerdem einen Spaziergang entlang der Uferpromenade.
Lokale Küche lässt sich bei der Sagra del pesce azzurro in Schiavonea kennenlernen. Die Veranstaltung findet Anfang August statt; dort können Fischspezialitäten aus der Region verkostet werden, von frittierten Gerichten bis zu aufwendigeren Speisen.
In der näheren Umgebung von Corigliano Calabro befindet sich außerdem das Museo Minimo. Ebenfalls in der näheren Umgebung liegt das Movimento Cristiano Lavoratori, das als Kloster eingeordnet ist.
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