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Ghirano zwischen Flüssen und Geschichte

Unterkünfte in Ghirano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ghirano zeigt seinen Charakter an der Stelle, an der Meduna und Livenza zusammenfließen. Im Gebiet Ghirano-Tremeacque überqueren zwei nahe beieinanderliegende Brücken die beiden Flüsse. Wenn Sie Landschaft und Ortsgeschichte verbinden möchten, finden Sie hier einen Ausgangspunkt mit klaren geografischen und historischen Bezugspunkten.

File:Chiesa dei Santi Pietro e Paolo, Ghirano (Prata di Pordenone) - Campanile.jpg File:Chiesa dei Santi Pietro e Paolo, Ghirano (Prata di Pordenone) - Campanile.jpg Foto: Stefano Travasci via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Flusslandschaft zu Fuß entdecken

Eine Wanderung zum Zusammenfluss beginnt am Parkplatz auf dem Platz von Ghirano, kehrt dorthin zurück und dauert etwa drei Stunden ohne Höhenunterschiede. Die Strecke folgt einem im Rahmen eines tourismusbezogenen Programms zur ländlichen Entwicklung vorgeschlagenen Fahrrad- und Fußweg auf den Dammkronen der beiden Flüsse. Unterwegs bietet sie Ausblicke auf die abgesenkten Auenbereiche. Für Ihre Planung sind damit sowohl der konkrete Start- und Endpunkt als auch die ungefähre Dauer und der Verlauf der Wanderung nachvollziehbar.

Die am Livenza bei Ghirano gelegenen Gebiete tragen den Namen Pra degli Angeli. Bei Hochwasser des Flusses Meduna werden diese Bereiche überflutet, wie es früher ebenfalls der Fall war. Die Flusslandschaft ist damit nicht nur Kulisse, sondern durch die Wasserstände und die Auen eng mit der örtlichen Umgebung verbunden.

Architektur und historische Spuren

Der freistehende Campanile der Kirche San Pietro e San Paolo Apostoli in Ghirano wurde zwischen 1947 und 1951 errichtet. Der quadratische Backsteinturm besitzt ein römisches Zifferblatt und vier rundbogige Biforen. In der Pfarrkirche von Ghirano di Prata wurde außerdem Gerolamo Savoldos Gemälde „Annunciazione“ gefunden. Das Bild war infolge der napoleonischen Aufhebung von Sakralbauten aus Venedig nach Ghirano gelangt.

Die Familie Floridi errichtete in Ghirano im 17. Jahrhundert den Palazzo Floridi. Das dreigeschossige Herrenhaus umfasste einen großen Park, Barchessen und Wirtschaftsgebäude. Eine historische Verbindungsstraße namens „stradon“ verband die Villa der Floridi mit dem Passo di Tremeacque; diese Verbindung lässt sich bis zu einem Dokument von 1719 zurückverfolgen.

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Auch die mittelalterlichen Herren von Prata prägten die Geschichte Ghiranos. Sie errichteten dort eine Burg zur Kontrolle des Flusses, deren Standort inzwischen identifiziert ist. Die Burg von Ghirano verschwand infolge des Krieges von 1419 vollständig. Später wurde ihr Standort eine Zeit lang als Steinbruch für die Brennöfen von Rivarotta genutzt.

In Prata di Pordenone beherbergt die Kirche San Pietro e San Paolo eine 1873 gebaute De-Lorenzi-Orgel mit mechanischer Traktur und 25 Pfeifen. Die heutige Pfarrkirche San Pietro e San Paolo in Prata di Pordenone wurde nach einem Entwurf von Antonio Maggion zwischen 1797 und 1846 errichtet und am 11. Juni 1846 geweiht.

Herbstliches Fest mit Baccalà

Zur lokalen Ess- und Festkultur gehört die Sagra del Baccalà. Sie findet im Herbst zwischen dem letzten Septemberwochenende und den ersten beiden Oktoberwochenenden statt und zieht Besucher aus einem größeren Einzugsgebiet an. Zum Fest gehören Essen und Tanz. So ergänzt die Veranstaltung die Fluss- und Geschichtsthemen um einen saisonalen Anlass, bei dem die örtliche Gemeinschaft und regionale Alltagskultur im Mittelpunkt stehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prata Di Pordenone.

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