Pellegrino Parmense zwischen Kirchen, Wegen und regionalen Festen
Unterkünfte in Pellegrino Parmense
Pellegrino Parmense liegt im nördlichen Teil des Ceno-Tals, in einer Mulde am rechten Ufer eines der Stirone-Zweige. Seine Geschichte ist eng mit seiner Lage verbunden: Der Ort wurde zu einem der bedeutendsten pallavicinischen Stützpunkte und kontrollierte Verkehrswege zwischen Emilia, der Toskana und Ligurien. Diese Verbindung von Landschaft und Geschichte macht Pellegrino Parmense interessant für Reisende, die Kultur und Wege mit einer regionalen Reiseplanung verbinden möchten.
File:Castello (Pellegrino Parmense) - facciata sud 1 2022-05-17.jpg
Foto: Parma1983 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Burgen, Türme und religiöse Zeugnisse
Das Castello Pallavicino wurde von Adalberto di Baden befestigt. Im Jahr 981 erhielt er es zusammen mit der Markgrafschaft von Kaiser Otto als Lehen. Auf dem Gelände der Torre dei Marchesi sind unterirdische Räume mit Schießscharten und die Reste einer Zisterne erhalten. Damit begegnen Ihnen in Pellegrino Parmense unterschiedliche Spuren mittelalterlicher Herrschaft und Befestigung.
Zu den älteren religiösen Zeugnissen gehört die Pieve di San Martino in Iggio, die in einer Urkunde aus dem Jahr 1040 erwähnt ist. Ihr zentrales Portal stammt aus dem späten 11. Jahrhundert und gehörte zur früheren Kirche. Im 11. und 12. Jahrhundert war die Pieve von historischer Bedeutung, da mehrere Kapellen von ihr abhängig waren. Die Pfarrkirche San Giuseppe wurde zwischen 1915 und 1927 im romanischen Stil erbaut. Auf dem Monte di Careno sind Kloster und Kirche Santa Cristina seit dem Jahr 926 belegt.
Mühlen und Wege durch die Landschaft
Auch die lokale Technikgeschichte ist greifbar: Im Mulino dell’Egola ist ein senkrechtes Wasserrad mit eisernen Schaufelkästen erhalten. Die Mühle war bis etwa 1965 in Betrieb. Wer sich für historische Anlagen und Bewegung in der Landschaft interessiert, findet außerdem einen Abschnitt des CAI-Wegs 804. Er verbindet Pellegrino Parmense mit dem Gipfel des Monte S. Cristina und führt an einer Trockenmauer entlang.
Für die Etappenplanung ist die Trasversale Francigena mit zwei konkreten Abschnitten verbunden. Die erste Etappe führt vom Borgo di Vigoleno zum Hauptort von Pellegrino Parmense, die zweite vom Hauptort nach Pessola, einem Ortsteil von Varsi. Zusätzlich ist das Ostello di San Francesco in der Via Roma 33 in Pellegrino Parmense mit einem E-Bike-Verleih verbunden.
Regionale Feste im Jahreslauf
Die kulinarische Prägung zeigt sich bei mehreren Festen. Traditionelles Brot aus alten Getreidesorten wird im Juni in Pellegrino Parmense gefeiert. Die Fiera del Parmigiano Reggiano di Montagna findet dort gewöhnlich in der ersten Juliwoche statt. Am 15. August umfasst das Fest Santa Maria Assunta eine jahrhundertealte Prozession und religiöse Feiern, die Tausende von Pilgern anziehen.
Anreise und Wahl der Unterkunft
Mit dem Auto erreichen Sie Pellegrino Parmense über die Autobahn A15 Parma–La Spezia, die Ausfahrt Fornovo di Taro und anschließend über Varano de’ Melegari. Die bequemsten Bahnhöfe sind Fornovo di Taro und Fidenza; von dort bestehen lokale Verbindungen in die Umgebung. Wenn Sie ein Hotel in Pellegrino Parmense suchen, können Sie bei der Reiseplanung abwägen, ob für Sie die historischen Zeugnisse, die Etappenwege, die regionalen Feste oder die Anreise über Straße und Bahn im Vordergrund stehen.
Weitere Reiseziele entdecken
Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Botteghino, Polesine Parmense, Calestano, Borghetto, Solignano, San Polo, Bore und Tizzano Val Parma ansehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Parma.