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Nonantola: Abtei, Museen und Natur zwischen Geschichte und Balsamico

Unterkünfte in Nonantola

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Nonantola verbindet die Abtei San Silvestro, mittelalterliche Türme, Museen mit Abteischatz, illuminierten Kodizes und seltenen Schamit-Geweben, eine tief verwurzelte Tradition des Traditionellen Balsamico-Essigs aus Modena sowie die frei zugänglichen Feuchtgebiete der Oasi Torrazzuolo. Für Ihre Reiseplanung stehen damit romanische Architektur, die Geschichte von Villa Emma, eine lokale Spezialität, Naturbeobachtung und eine Radroute im Mittelpunkt, die vor der Abtei beginnt.

File:Vineyard - Nonantola, Modena, Italy - November 18, 2020.jpg File:Vineyard - Nonantola, Modena, Italy - November 18, 2020.jpg Foto: Giorgio Galeotti via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Abtei und romanische Architektur

Die Abtei von Nonantola wurde im Jahr 752 gegründet, nachdem Astolfo seinem Schwager Anselm das als "locum Nonantulae" bezeichnete Land geschenkt hatte. Die Abtei San Silvestro di Nonantola gilt als bedeutendes und repräsentatives Bauwerk der romanischen Architektur der Poebene.

Die Torre dei Modenesi wurde im Jahr 1261 errichtet und bildete zusammen mit der Torre dei Bolognesi einen wesentlichen Bestandteil des mittelalterlichen Verteidigungssystems von Nonantola. An der Torre dei Bolognesi sind die früheren Funktionen des Bauwerks als Verteidigungsanlage sichtbar erhalten. Die Torre dei Bolognesi beherbergt außerdem das Museo di Nonantola, das auf vier Etagen die Geschichte Nonantolas von der Gegenwart bis zur Vorgeschichte nachzeichnet.

Museen und Erinnerungsorte

Das Benediktinische und Diözesanmuseum in Nonantola beherbergt den Abteischatz, illuminierte Kodizes und besonders bekannte Pergamente des Abteiarchivs. Zusätzlich zeigt es zwei seltene Schamit-Gewebe, die im Jahr 2002 in der Abtei gefunden wurden. In Villa Emma rekonstruiert eine Ausstellung die Flucht von 73 jüdischen Jugendlichen und ihren Begleitern durch das von Krieg und Verfolgung geprägte Europa. Dafür nutzt sie Fotografien, Dokumente und Gegenstände. Villa Emma beherbergte zwischen 1942 und 1943 insgesamt 73 jüdische Flüchtlingskinder.

Die Pieve di San Michele Arcangelo wurde zwischen 870 und 887 außerhalb der Mauern von Nonantola für die ländliche Bevölkerung errichtet. Die Partecipanza Agraria di Nonantola führt ihren Ursprung auf die Charta des Abtes Gotescalco aus dem Jahr 1058 zurück. Ihre Dauerausstellung in der Sala dei Giuristi erzählt die Geschichte der Partecipanza Agraria di Nonantola vom Mittelalter bis heute.

Balsamico und lokale Tradition

In Nonantola ist die Herstellung des Traditionellen Balsamico-Essigs aus Modena eine tief verwurzelte Familientradition. Bereits vor mehr als 50 Jahren nahmen mindestens 20 Familien des Ortes mit ihren Produkten am Palio di San Giovanni in Spilamberto teil, der im Jahr 1967 eingerichtet wurde. Die didaktisch ausgerichtete und zertifizierte Acetaia der Partecipanza Agraria ist besuchbar und bietet Verkostungen des Traditionellen Balsamico-Essigs aus Modena an.

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Feuchtgebiete und Radroute

Die ökologische Oase Torrazzuolo umfasst Wälder, Feuchtgebiete, Hecken und ein dichtes Netz aus Kanälen. Die Feuchtgebiete der Oasi Torrazzuolo sind unter Beachtung der Verhaltensregeln frei zugänglich. Ein Wildbeobachtungspunkt an der Barchessa della Pantera ist auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nutzbar.

Die Radroute Via Romea Nonantolana beginnt vor der Abtei in Nonantola. Nach dem Start in Nonantola verläuft sie etwa 1,5 Kilometer am Canal Torbido entlang.

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