Guiglia: Festung, Dorf und Landschaft
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Guiglia: Festung, Dorf und Landschaft
Das Castello di Guiglia ist eine gut erhaltene Festung aus dem 14. Jahrhundert und von einem charakteristischen alten Dorf umgeben. Vom Castello di Guiglia bietet sich ein Ausblick auf den Verlauf des Panaro und die Ebene. Zum alten Dorf gehört außerdem die Torre dell'orologio, ein Uhrturm aus dem Jahr 1535. Die Datierung des Castello ins 14. Jahrhundert liegt vor der Restaurierung von 1630 und der wahrscheinlichen Errichtung des Oratorio um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert.
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Foto: Giorgio Galeotti via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Montecuccoli und sakrale Bauwerke
Im Jahr 1630 begann die umfassende Umgestaltung des Castello di Guiglia: Der Markgraf Francesco Montecuccoli ließ die alte Festung in eine prächtige Adelsresidenz für seine Familie umwandeln. In der Nähe befindet sich das Oratorio della Madonnina; dort sind drei Gräber der Montecuccoli erhalten. Das Oratorio selbst wurde wahrscheinlich um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert errichtet und von den Montecuccoli in eine Familiengruft umgewandelt.
Zur sakralen Geschichte des Umfelds gehören weitere eigenständige Bauwerke. Die dem heiligen San Giovanni geweihte Kirche der Pieve di Trebbio ist seit 1163 belegt; ihre Entstehung wird in das 11. Jahrhundert datiert. Im Inneren der Pieve di Trebbio befinden sich Gemälde und Skulpturen von bemerkenswertem Wert. Die Kirche San Geminiano bei Ponticello wurde 1632 von Francesco Montecuccoli erbaut. Die Kirche San Geminiano bei Ponticello ist jünger als die seit 1163 belegte Pieve di Trebbio.
Wandern im Park Sassi di Roccamalatina
Für Natur- und Wanderinteressen bietet der Park Sassi di Roccamalatina unterschiedliche Weglängen: Sein Wegenetz reicht von kurzen Spaziergängen bis zu mehrstündigen Wanderungen durch enge Schluchten, Wälder, Felswände, Lichtungen, Kulturland, Kastanienhaine und ländliche Siedlungen. Ein steiler, gesicherter Weg führt auf den 567 Meter hohen Gipfel des Sasso della Croce. Der Park ist von der Via Emilia über die Provinzialstraße 623 des Passo Brasa erreichbar. Für die Tagesplanung unterscheiden sich die kurzen Spaziergänge und mehrstündigen Wanderungen im Park vor allem durch das benötigte Zeitfenster.
Die Sassi di Roccamalatina sind zudem ein historischer Nistplatz für Wanderfalken und dienen dem seltenen Mauerläufer als Überwinterungsgebiet.
Borlenghi und lokale Festkultur
Auch kulinarisch ist Guiglia klar profiliert. Borlenghi stammen aus Guiglia. Dabei handelt es sich um eine besondere, sehr dünne Brotsorte mit einer Füllung aus Schmalz, Rosmarin, Parmigiano und Knoblauch; diese Füllung heißt Cunza. Bei der Sagra del Borlengo bereiten die Borlengai die Borlenghi vor den Augen der Besucher zu. Die Sagra del Borlengo ist mit den ersten drei Maiwochenenden verbunden.
Weitere Orte im Reiseumfeld
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