Ferrara: Renaissance, Paläste und Museen
Unterkünfte in Ferrara
Ferrara: Renaissance als Stadtstruktur
Ferrara verbindet eine historische Altstadt mit einem Stadtbild, das die Renaissance besonders anschaulich macht. Die Altstadt gilt als herausragendes Beispiel der Stadtplanung dieser Epoche. Zugleich beeinflussten die städtebaulichen Entwicklungen der Renaissance in Ferrara die Stadtgestaltung und den geplanten Denkmalschutz in den folgenden Jahrhunderten maßgeblich.
File:Piazza Trento e Trieste - Ex Palazzo della Ragione, Torre Della Vittoria and Cathedral of Ferrara. Ferrara, Italy.jpg
Foto: Ввласенко via Source, CC BY-SA 3.0
Auch die Landschaft bewahrt Spuren dieser Entwicklung: Die alten Verläufe der mit Ferraras Renaissanceelementen verbundenen Po-Arme Po di Ferrara, Primaro, Volàno und Sandalo sind heute noch deutlich sichtbar. So treffen Architektur, Stadtgeschichte und historische Wasserläufe in einem thematisch eng verbundenen Reiseziel aufeinander.
Paläste, Kirchen und Museen
Im Palazzo Schifanoia bildet der Salone dei Mesi den Mittelpunkt; er gilt als eines der größten Meisterwerke der europäischen Renaissance. Die Casa Ariosto bewahrt die Atmosphäre der Renaissance und beherbergt ein kleines Museum, das dem Dichter gewidmet ist. Im Piano Nobile sehen Sie eine historisch-evokative Rekonstruktion mit Erinnerungsstücken und wertvollen Ausgaben seiner Werke.
Die Kirche San Cristoforo alla Certosa wurde ab 1498 im Auftrag von Ercole I d’Este erbaut. Sie gilt als eines der originellsten Werke der Renaissance in Ferrara und wird Biagio Rossetti zugeschrieben. Sant'Antonio in Polesine war das erste Frauenkloster von Ferrara. Es wurde gegründet, um Beatrice d’Este, die Tochter des Markgrafen Azzo VII d’Este, sowie weitere junge Frauen aufzunehmen, die der benediktinischen Regel folgen wollten.
Im Museo della Cattedrale können Besucher anhand zahlreicher Werke die Geschichte der um 1135 gegründeten Basilika von Ferrara nachvollziehen. Das Teatro Comunale entstand zwischen 1773 und 1797 nach Entwürfen von Antonio Foschini und Cosimo Morelli und wurde 1798 eröffnet.
Residenz, Sammlungen und jüdische Geschichte
Das Castello Estense entstand zunächst als Verteidigungs- und Militäranlage. Später, nach der Addizione Erculea, wurde es zur Residenz der Este und zur herzoglichen Residenz. Vier Türme und ein breiter Wassergraben prägen die Anlage. Damit steht das Bauwerk zugleich für die militärische Vergangenheit und die spätere höfische Bedeutung Ferraras.
Der Palazzo Schifanoia ist ein herausragendes Zeugnis der Renaissance und ein Symbol der Este-Zeit in Ferrara. Der Palazzo dei Diamanti wurde ab 1493 nach einem Entwurf des Architekten und Stadtplaners Biagio Rossetti errichtet. Heute beherbergt er die Pinacoteca Civica und Ausstellungen von Ferrara Arte.
Das Museo Nazionale dell’Ebraismo Italiano e della Shoah, kurz MEIS, erzählt die zweitausendjährige Geschichte des jüdischen Lebens in Italien. Die Ausstellung „Ebrei, una storia italiana“ zeichnet die Entwicklung des italienischen Judentums von der römischen Zeit über das Mittelalter bis zur Renaissance nach.
Traditionen und Anreise
Der Palio di Ferrara geht auf das Jahr 1259 zurück. Acht Contrade treten dabei in Rennen in Renaissancekostümen gegeneinander an. Die historische Stadtgeschichte erscheint hier als Tradition, die sich in einem klaren Wettbewerbs- und Festformat ausdrückt.
Für die Anreise ist der Bahnhof von Ferrara ein wichtiger Bezugspunkt: Er ist mit den wichtigsten Städten Italiens verbunden. Die Wahl eines Hotels lässt sich dadurch mit einer kulturorientierten Reiseplanung verbinden, bei der historische Bauwerke, Museen und städtische Geschichte den Schwerpunkt bilden.
Weitere Reiseziele
Jolanda di Savoia, Fortezza, Porto Garibaldi, Massa Fiscaglia, Quartesana, Sant'agostino, Dogato und Serravalle
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