Fraccia: Monte Alpi, Calanchi und Wege durch die Landschaft
Unterkünfte in Fraccia
Fraccia zwischen Berglandschaft und Kultur
Fraccia lässt sich über Wanderwege, eindrucksvolle Landschaften und kulturhistorische Zeugnisse erschließen. Von Fraccia ausgehende Wanderwege führen über die Sorgente Fontanelle, die in der Wegfolge mit 1,0 km angegeben ist, sowie über den Monte Alpi mit 4,5 km und das Belvedere Giardino dei Loricati mit 5,1 km. Die unterschiedlichen Weglängen geben Ihnen eine klare Grundlage, um Ihre persönlichen Schwerpunkte für die Reiseplanung zu ordnen.
Monte Alpi und der Wald von Malboschetto
Am Monte Alpi befindet sich Italiens nördlichster Bestand an Lorbeer-Kiefern. Etwa 1.000 Exemplare sind dort zwischen 1.200 und 1.700 m Höhe verteilt. Die Höhenlage macht den Bestand zu einem markanten Naturthema rund um Fraccia und bietet einen konkreten Bezug zur Berglandschaft, die Sie bei der Auswahl Ihrer Ausflugsziele berücksichtigen können.
Der Gemeindewald Malboschetto von Latronico umfasst etwa 700 Hektar. Durch Malboschetto führt eine Straße zu einer Berghütte auf etwa 1.000 m Höhe. Dort gibt es ausgestattete Bereiche mit Tischen, Bänken und Feuerstellen. Waldfläche, Berghütte und diese Einrichtungen stehen damit als eigenständige Orientierungspunkte für Tage im Landschaftsraum zur Verfügung.
Wege, Aussicht und ungewöhnliche Naturzeugnisse
Der Wanderweg SI T04 von Latronico nach Castelsaraceno führt in Richtung Monte Alpi und erreicht den Gipfel Santa Croce auf 1.893 m Höhe. Ergänzend führen drei von Fraccia ausgehende Wanderwege über unterschiedliche Ziele: Eine Route führt über die Sorgente Fontanelle, eine über den Monte Alpi und eine über das Belvedere Giardino dei Loricati. Die jeweils angegebene Wegfolge nennt dafür 1,0 km, 4,5 km beziehungsweise 5,1 km.
Am östlichen und nordöstlichen Rand des historischen Zentrums von Latronico bilden die Calanchi einen aussichtsreichen Landschaftspunkt. Durch Erosion und das Abfließen lehmiger Böden sind scharfkantige Rücken entstanden. Von dort eröffnet sich der Blick auf das Pollino-Massiv, die Monti di Lauria, Colle dei Greci und große Teile des Sinni-Tals.
Auch die Fossilien geben dem Gebiet ein ungewöhnliches Profil. Unterhalb des Monte Alpi ist in Contrada Iannazzo auf einer großen Steinplatte ein 235 cm langes und 95 cm hohes Fischfossil zu sehen. Das Rostrum ist 30 cm lang. Das Fossil gilt als Exemplar der Familie Istiophoridae aus der Gattung makaira, die unter Anglern als Marlin bekannt ist, und stammt aus der Zeit vor etwa 30 Millionen Jahren. Im weiteren regionalen Umfeld von Fraccia befindet sich in Solarino di Iannazzo außerdem ein riesiges Fischfossil, das 30 Millionen Jahre alt ist.
Archäologie und Earth Cinema in Latronico
Die fünf Höhlen von Calda in Latronico enthalten archäologische Funde aus der Zeit von 8.000 bis 1.300 v. Chr. Im Museo Civico Archeologico in Latronico sehen Sie dazu zwei Ausstellungsräume mit Funden aus den Höhlen von Calda und der indigenen enotrischen Nekropole von Colle dei Greci. So stehen Naturraum und frühe Siedlungsgeschichte in unmittelbarer thematischer Verbindung.
Eine besondere Form nimmt das Earth Cinema im Thermalpark von Latronico an: Es ist ein 45 m langer, in die Erde gegrabener Einschnitt, den Menschen von beiden Seiten betreten können. Zusammen mit den Calanchi, den Höhlen von Calda und den archäologischen Ausstellungsräumen entsteht ein Kultur- und Landschaftserlebnis, das sich deutlich von einer reinen Bergwanderung unterscheidet.
Weitere Reiseziele
Für Ihre weitere Italienreise können Sie auch Barile, Lagonegro, Acerenza, Paterno, Palazzo San Gervasio, Rionero In Vulture, Marsicovetere und Terranova Di Pollino entdecken.
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