Paterno zwischen Agri-Landschaft, Kirchen und Handwerkskunst
Unterkünfte in Paterno
Paterno eröffnet Ihnen verschiedene Zugänge zu Landschaft, Geschichte und lokaler Kultur. Der Anello Parco fluviale führt auf 5,8 Kilometern eben durch die Landschaft von Paterno und ist für alle geeignet. Dazu kommen Kirchen mit markanten architektonischen Details, archäologische Schauplätze, historische Gebäude und handwerkliche Traditionen, die dem Ort unterschiedliche Facetten geben.
Radwege und Landschaft am Agri
Der Anello Parco fluviale ist ein 5,8 Kilometer langer, ebener Fahrrad-Rundweg durch die Landschaft von Paterno. Seine Eignung für alle macht ihn zu einer klar umrissenen Möglichkeit, die Umgebung auf dem Fahrrad zu erkunden. Eine weitere Verbindung bietet die Via Silente – Cilento-Vallo di Diano, die Paterno mit Padula verbindet. Der Parco fluviale dell'Agri ist über die SS 598, die Ausfahrt Galaino-Paterno und anschließend die Strada Paterno Galaino erreichbar.
Auch zu Fuß ergeben sich eigenständige Landschaftseindrücke. Der Agri-Abschnitt bei Paterno gilt im Tal als einer der authentischsten Bereiche natürlicher Landschaft. Eine Wanderung auf dem Monte Amoroso hinter Paterno bietet Ausblicke über die Basilikata und das Valle dell’Agri. Von dort reicht der Blick bis zur historischen Certosa di San Lorenzo in Padula, Kampanien.
Kirchen und historische Bauwerke
Die Sakralbauten machen religiöse Architektur in sehr unterschiedlichen Formen sichtbar. In der Chiesa di San Rocco flankieren Statuen des heiligen Rochus und des heiligen Veit den Altar. Die Chiesa del Sacro Cuore besitzt einen kreisförmigen Grundriss mit einem kreisförmigen Kirchenschiff und einer halbkreisförmigen Apsis. Neben der Kirche befindet sich eine kleine Felsgrotte mit einer steinernen Madonnenstatue. Die Cappella dell'Annunziata zeigt ein Eingangstor mit Rundbogen und einen Glockengiebel in Form eines Segelgiebels.
Der älteste Teil der ehemaligen Pfarrkirche von Paterno, heute Santuario della Madonna del Carmine, stammt aus dem Jahr 1742. Beim Palazzo Arco della Volpe verweist die charakteristische Bogenstruktur auf die frühere Ortsgeschichte: Durch den Bogen führte einst die Straße zu einem alten Ortsviertel. Der Palazzo stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Ebenfalls im 19. Jahrhundert wurde der Palazzo Rautiis als Landsitz errichtet; zwei seitliche Türmchen und robuste Steinmauern prägen sein Erscheinungsbild.
Archäologische Spuren rund um Paterno
Mehrere Orte verweisen auf die lange Geschichte der Landschaft. Valle Romana war in den 1960er-Jahren Schauplatz archäologischer Ausgrabungen, bei denen zahlreiche Funde ans Licht kamen. In der Località Aggia in Paterno wurden die Überreste einer römischen Villa rustica gefunden. Auf der Anhöhe der Civita lebten im 12.–11. Jahrhundert v. Chr. transhumante Hirten, die der apenninischen Kultur angehörten. Diese unterschiedlichen Zeiträume geben der Umgebung historische Tiefe, ohne dass sich ihre Spuren auf eine einzige Epoche reduzieren lassen.
Traditionen und lokales Handwerk
Il Carnasciale paternese ist eine immaterielle Kulturtradition von Paterno. In Paterno werden seit etwa einem halben Jahrhundert Karnevalsumzüge mit allegorischen Wagen organisiert, an deren Gestaltung auch jüngere Generationen beteiligt sind. Zur lokalen Handwerkskultur gehören außerdem Holzschnitzen und das Flechten von Weidenruten, die in Paterno und Marsico Nuovo weiterhin gepflegt werden. Daraus entstehen Gebrauchsgegenstände und besondere Behälter, die als fusciedd’ zur Aufbewahrung von Ricotta und heimischen Käsesorten dienen.
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