Laterza: Gravina, Kunst und religiöse Zeugnisse
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Foto: Metropolitanscape via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Laterza verbindet die 12 Kilometer lange Gravina di Laterza mit historischen Kulturzeugnissen. An ihrer breitesten Stelle erreicht die Gravina 500 Meter. Palazzo Marchesale, MuMa, Heiligtum und Felsenkirchen führen von Renaissancearchitektur über Majolika bis zu religiöser Kunst.
Gravina und geschützter Naturraum
Die Oasi Gravina di Laterza gehört seit 2005 zum Regionalpark Terra delle Gravine. Die Oasi und dieser Teil des Regionalparks sind sowohl als ZPS (Besonderes Vogelschutzgebiet) als auch als ZSC (Besonderes Schutzgebiet) ausgewiesen. Derzeit kann die Oasi nach vorheriger Anfrage und Reservierung beim Verantwortlichen besucht werden. Zur Oasi gehören ein Pkw-Parkplatz, ein Besucherzentrum mit Unterrichtsraum und Diorama zur Gravina sowie ein Netz von Naturlehrpfaden mit didaktischen und informativen Tafeln.
Palazzo Marchesale und Majolika
Giovanni Battista I D’Azzia ließ im 16. Jahrhundert die alte Burg von Laterza in einen spätrenaissancezeitlichen Wohnpalast umgestalten, den heutigen Palazzo Marchesale. Im Palazzo befinden sich das IAT-Büro für touristische Betreuung und Information, das MuMa sowie der Konferenzsaal La Cavallerizza. Das MuMa wurde 2015 gegründet, um die Erinnerung an die Majolika-Kunst von Laterza zu bewahren. Im Innenhof zeigt ein Fresko aus der Mitte des 17. Jahrhunderts die heilige Anna mit der als Kind dargestellten Jungfrau Maria.
Zur Tondolo-Sammlung gehört ein gegen Ende des 17. Jahrhunderts entstandener Prunkteller mit Reitern, der Angelo Antonio D’Alessandro zugeschrieben wird. Die Mater-Domini-Sammlung im MuMa umfasst eine blau-monochrome Tafel mit einer Darstellung der Kreuzigung aus dem Jahr 1703.
Religiöse Kunst und Felsenkirchen
Auf dem Hauptaltar des Heiligtums Maria SS.ma Mater Domini befindet sich ein 1861 in Rom von Nicola Nisio gemaltes Bild der Erscheinung vor dem Hirten Paolo Tria. Das Patronatsfest Maria SS. Mater Domini entstand 1728 und wird vom 18. Mai bis zum 21. Mai in Laterza gefeiert.
Die Felsenkirche in der Contrada San Vito liegt am Rand der Gravina, links der Brücke. Am Altar befindet sich eine Nische mit einem Fresko des heiligen Vitus; daneben sind Fresken der heiligen Kosmas und Damian zu sehen. Der Freskenzyklus ist insgesamt auf das 13. bis 14. Jahrhundert datiert und belegt die Entwicklung von einer griechisch-byzantinisch geprägten Malweise zur apulischen Gotik.
Eine Felsenkirche liegt im nördlichen Bereich der Felsensiedlung in der Gravina Valle del Cervo, die teilweise in den südlichen Stadtrand von Laterza einbezogen ist. Sie befindet sich westlich der heutigen Via Raffaello Sanzio an der Westkante der Gravina.
Wege durch die Gravina
Der Abschnitt von Laterza nach Ginosa ist Etappe 6 der Via Ellenica, die Teil des Projekts Cammino Materano ist, und 14 km lang. Der Abschnitt von Laterza nach Matera ist Etappe 8 der Via Appia und 28 km lang. Unter geeigneten Bedingungen ist die Oasi Lipu Ausgangspunkt für eine anspruchsvolle, aber machbare 7-km-Wanderung. Sie beginnt am Aussichtspunkt und am kleinen Besucherinformationszentrum, führt in die Tiefe und aus der Gravina di Laterza hinaus.
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