Felline zwischen Schlossgeschichte und salentinischer Küche

File:Alliste - Castello baronale di Felline - 2023-09-17 16-51-11 006.jpg File:Alliste - Castello baronale di Felline - 2023-09-17 16-51-11 006.jpg Foto: Tommasopaiano via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Felline verbindet eine historische Siedlung auf einem leicht erhöhten felsigen Sporn mit archäologischen Spuren, sakraler Kunst und einer Landschaft, in der Wasser, lehmiger Boden und Sumpfvegetation eine besondere Rolle spielen. Wenn Sie einen Ort suchen, an dem sich Geschichte nicht auf ein einzelnes Bauwerk beschränkt, führt Felline von der Ortsgeschichte bis in das umliegende Gebiet.

Geschichte zwischen Schloss und Befestigung

Das baroniale Schloss von Felline stammt aus dem 12. Jahrhundert. Bei Pflasterarbeiten auf der Piazza Castello wurden 2010 Abschnitte des ursprünglichen Grabens des Schlosses freigelegt. Auch der frühere Verlauf der Befestigung lässt sich räumlich nachvollziehen: Er führte von der Gegend um Largo Chiesa und Via Crocefisso parallel zur heutigen Via Immacolata und anschließend nach Nordwesten bis zum heutigen Largo Santa Lucia. Dort befand sich einst das wichtigste Stadttor, das als Porta Maggiore, Porta Santa Lucia oder Porta Grande bezeichnet wurde.

Die ältesten archäologischen Zeugnisse für die Anwesenheit einer Siedlung an diesem Ort stammen aus einer Zeit nicht vor dem 2. Jahrhundert v. Chr. Im Gebiet von Felline gilt der Menhir Ninfeo zusammen mit dem Menhir Terenzano als Zeugnis der antiken Ursprünge des Gebiets. Diese zeitliche Tiefe ergänzt die späteren Spuren von Schloss, Mauerverlauf und Platzanlage um eine deutlich ältere Ebene.

Kirche San Leucio Martire und religiöses Erbe

In der Kirche San Leucio Martire besteht der Hauptaltar aus polychromem Carrara-Marmor. Das Innere gilt als spätbarocker Neapolitanischer Barock des späten 18. Jahrhunderts. Über dem Hauptaltar befindet sich ein flämisches Gemälde des Letzten Abendmahls. Für Ihren Rundgang durch Felline bündelt die Kirche damit Material, Raumgestaltung und Malerei an einem Ort.

Mit der Kirche Chiesa dell’Immacolata „Extra Moenia“ ist eine Kongregation verbunden, die weiterhin besteht. Während der Festtage organisiert sie die wichtigsten religiösen Feierlichkeiten. Die religiöse Tradition gehört damit nicht nur zur älteren Geschichte Fellines, sondern reicht in die heutige Festkultur des Ortes hinein.

Palazzi und ein restauriertes Frantoio Ipogeo

Der Palazzo Trianni, früher Palazzo D’Amore Santo Mango, besitzt ein dekoriertes Portal, einen Mignano-Balkon, einen Uhrturm und einen Innenhof. Am Frantoio Ipogeo di Felline wurde restauriert; das darüberliegende Areal wurde als neuer öffentlicher Begegnungsraum aufgewertet. Beide Orte zeigen unterschiedliche Seiten des gebauten Erbes: hier die architektonischen Details eines Palazzos, dort eine restaurierte unterirdische Ölmühle mit dem darüberliegenden öffentlichen Bereich.

Landschaft am felsigen Sporn

Am Rand von Felline liegt das archäologische Gebiet Malora auf einem felsigen Sporn über der zum Meer geöffneten Ebene. An seinem Fuß fließt ein heute saisonaler kleiner Wasserlauf. Im Gebiet von Felline gelten außerdem Wasser, lehmiger Boden und eine von Sumpfvegetation geprägte Pflanzenwelt als charakteristische Elemente. Die Landschaft ist dadurch nicht nur Kulisse für die historische Siedlung, sondern ein eigener Teil der Ortswahrnehmung.

Rundgang und salentinische Küche

Der touristische Rundgang in Felline führt in den südwestlich des bebauten Ortszentrums gelegenen Bereich des umliegenden Gebiets ein. Das eröffnet eine Verbindung zwischen dem Ortszentrum und den Landschafts- und Archäologiethemen, die Felline prägen. In den Lokalen des Ortes können Sie traditionelle salentinische Küche probieren. So lassen sich bei einem Aufenthalt historische Eindrücke und regionale Esskultur in Felline miteinander verbinden.

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