Torre Santa Sabina zwischen Stränden und Küstengeschichte

File:Carovigno - Torre Santa Sabina - 2023-09-26 22-27-23 001.jpg File:Carovigno - Torre Santa Sabina - 2023-09-26 22-27-23 001.jpg Foto: PicsAngelo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zwischen Sandstränden und Küstenklippen

Torre Santa Sabina, ein Gebiet der Gemeinde Carovigno in der Umgebung von Brindisi, verbindet kleine Strände mit weißem Sand mit freien und bewirtschafteten Sandstränden sowie reizvollen Küstenklippen. An der Spiaggia della Mezzaluna fällt die stark gebogene Form auf, die an eine Mondsichel erinnert. Hinter dem Strand liegt der Mezzaluna-Bach als Teich; dort gibt es artenreiche Vegetation und wild lebende Tiere. Bei der Küstenbeobachtung fällt an der Mezzaluna neben der Biegung auch der Teich hinter dem Strand auf.

Meer und Natur bei Torre Guaceto

Entlang der Küste des Schutzgebiets Torre Guaceto wechseln sich Sandstrände mit kurzen Klippenabschnitten ab. Torre Guaceto wurde in den frühen 1980er-Jahren zu einem Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. In der ZSC „Torre Guaceto e Macchia S. Giovanni“ gibt es 20 Habitattypen nach der Habitat-Richtlinie der Europäischen Union, darunter sechs prioritäre Typen. Das Meeresreservat Torre Guaceto kann mit Maske und Flossen erkundet werden.

Im Besucherzentrum Al Gawsit der Riserva di Torre Guaceto gibt es historisch-kulturelle und historisch-archäologische Ausstellungen, interaktive Stationen, Videos sowie eine 3D-Rekonstruktion des bronzezeitlichen Dorfes Torre Guaceto. Im Besucherzentrum ergänzt die 3D-Rekonstruktion die Ausstellungen, interaktiven Stationen und Videos um eine räumliche Darstellung des bronzezeitlichen Dorfs.

Spuren von der Bronzezeit bis ins Mittelalter

Die protohistorische Siedlung von Torre Santa Sabina stammt aus dem 14. bis 12. Jahrhundert v. Chr. Erhalten sind Pfostenlöcher, Hüttenreste, Einfriedungen, vom Meer erodierte Palisaden und zwei halb unterirdische Strukturen. Die protohistorische Siedlung ist älter als die römische Mansio und das seit 1226 dokumentierte mittelalterliche Ostedale. Die zwei halb unterirdischen Strukturen ergänzen die Siedlungsreste um einen weiteren baulichen Befund.

Die römische Mansio ad Speluncae bei Torre Santa Sabina war eine Poststation an der Via Traiana, die Reisenden Unterkunft und Pferden einen Unterstand bot. Die Poststation verband den Verlauf der Via Traiana mit Unterkunft und Unterstand. Am Hafen von S. Sabina ist das mittelalterliche Ostedale dei Cavalli teutonici seit 1226 nachweisbar. Ein neuer Torre Santa Sabina wurde im 16. Jahrhundert als Teil eines Befestigungsprogramms zur Sicherung der Küste errichtet. Die Küstenwachtürme Torre Santa Sabina, Torre Pozzelle im Norden und Torre Guaceto im Süden standen in visueller Verbindung. Die Verbindung der drei Türme erstreckte sich damit vom Ort nach Norden und Süden.

Ein markanter Turm am Strand

Über der Spiaggia dei Camerini befindet sich die Torre di Santa Sabina. Sie gilt als einer der drei oktogonalen Küstenwachtürme Apuliens; ihre Form wird mit der eines Priesterhuts verbunden. Die Bezeichnung Priesterhut bezieht sich auf die oktogonale Gestalt des Bauwerks. Die Spiaggia dei Camerini ist ein frei zugänglicher Strand im Zentrum von Santa Sabina mit flachem, sandigem Meeresboden.

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