Locorotondo: Kirchen, Trulli und Wege im Valle d’Itria
Unterkünfte in Locorotondo
Kirchen und Baugeschichte in Locorotondo
Locorotondo verbindet eine bemerkenswerte Sakralarchitektur mit historischen Bauwerken und Landschaften des Valle d’Itria. Die Chiesa Madre besitzt eine neoklassizistisch inspirierte Fassade mit den Heiligen Petrus und Paulus an den Ecken sowie eine 35 Meter hohe Kuppel mit angeschlossenem Glockenturm. Errichtet wurde sie zwischen 1790 und 1825 zwischen den Ruinen einer früheren Kirche aus dem 16. Jahrhundert und dem ursprünglichen Weiler San Giorgio.
Die Chiesa Madonna della Greca ist die älteste Kirche von Locorotondo. Sie wurde erstmals zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert errichtet und im 15. Jahrhundert wiederaufgebaut. Ihr dreischiffiger Basilikagrundriss umfasst vier Joche im Mittelschiff und gerippte Spitzbogen-Kreuzgewölbe. In der Chiesa di San Rocco befindet sich außerdem eine 1792 in Neapel geschnitzte Holzstatue des heiligen Rochus.
Palazzi, Trulli und Zeugnisse der Geschichte
Palazzo Morelli wurde 1819 errichtet und ist ein herausragendes Beispiel ziviler Architektur. An seiner Hauptfassade befinden sich ein reich verziertes Portal mit dem Familienwappen und eine glückverheißende Maske. Der Palazzo bewahrt zudem schmiedeeiserne Balkone mit den charakteristischen Gänsebrust-Geländern, wie sie für viele Barockbauten in Süditalien typisch sind.
Im historischen Zentrum von Locorotondo sind der Palazzo Comunale und die Torre Civica Beispiele mittelalterlicher und renaissancezeitlicher ziviler Architektur. Der Palazzo Comunale beherbergt das Centro di documentazione Archeologica und das Archivio Storico di Locorotondo. Das Museo del Territorio „U. Granafei“ vermittelt die Geschichte des Valle d’Itria und seiner Bevölkerung anhand einer umfangreichen Sammlung von Objekten und Zeugnissen von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart.
Die Ursprünge der Masseria Ferragnano reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Ihr historischer Garten ist als monumentaler italienischer Garten mit acht symmetrischen Blumenbeeten und einem zentralen Brunnen gestaltet. Der Garten umfasst außerdem einen 1833 errichteten Belvedere-Pavillon, von dem aus die umliegende Landschaft und der Glockenturm von San Giorgio betrachtet werden können. Der Trullo Marziolla ist der älteste dokumentierte Trullo im Valle d’Itria und stammt aus dem Jahr 1559.
Weinberge, Wege und Landschaftsbilder
Wenn Sie Locorotondo zu Fuß erkunden möchten, beginnt die Scalinata dei Templari an der Via Nardelli. Sie führt durch Weinberge und verläuft entlang der Böschungen rund um Locorotondo. Das Ecomuseo di Valle d’Itria organisiert naturkundliche Spaziergänge zur Entdeckung von Lame und Steingärten. Die Wege machen unterschiedliche Landschaftsaspekte erfahrbar, ohne dass Kultur und Natur voneinander getrennt betrachtet werden müssen.
Für eine längere Strecke mit dem Fahrrad steht die Ciclovia Costa Merlata–Locorotondo. Sie ist etwa 27 Kilometer lang und verläuft durch die Gemeinden Locorotondo, Cisternino und Ostuni. Wer regionale Handwerkstraditionen näher kennenlernen möchte, findet beim Ecomuseo di Valle d’Itria einen weiteren Schwerpunkt: Die Associazione Ecomuseale di Valle d’Itria dokumentiert, bewahrt, vermittelt und wertet handwerkliche Praktiken in der Bearbeitung von Stein, Eisen, Holz, Keramik und Terrakotta auf.
Wein und regionale Eindrücke
Cardone bietet ein geführtes Weinerlebnis mit Kellerführung, einem Spaziergang durch die Weinberge und einer Weinverkostung an. Damit ergänzt das Weinerlebnis die historischen Kirchen, Palazzi und ländlichen Bauwerke um einen unmittelbaren Bezug zu den Weinbergen. Für Ihre Planung können Sie daher kulturelle Besichtigungen, Spaziergänge, eine Radtour und regionale Weintraditionen nach Ihren persönlichen Interessen miteinander verbinden.
Weitere Ziele zur individuellen Reiseplanung: Palo del Colle, Mariotto, Corato, Lamie di Olimpia, San Paolo, Rutigliano, Bitritto und Molfetta.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bari.