Rhemes-Saint-Georges: Kultur, Roggen und lokale Geschichten
Lo Berlò in La Palud: Natur, Sprache und Esskultur
Rhêmes-Saint-Georges lässt sich über Orte erschließen, an denen Naturbezug, regionale Esskultur und lokale Sprache zusammentreffen. Beim Espace Loisir im Ortsteil La Palud der Gemeinde Rhêmes-Saint-Georges befindet sich Lo Berlò. Dort bietet Lo Berlò einen speziell gestalteten Erlebnisweg zu den Wildtieren des Gran Paradiso National Park, zur Esskultur des Alpenbogens und zur lokalen Sprache Patois. Patois bezeichnet die lokale Sprache und gibt dem Erlebnisweg eine sprachbezogene Perspektive neben Natur und Esskultur.
Roggen, Brotöfen und Mühlen
Besucherrouten in Rhêmes-Saint-Georges führen zu restaurierten Brotöfen und Mühlen, die mit der lokalen Roggenkette verbunden sind. Eine historische Spur dieser Verarbeitung ist der Getreidespeicher von Le Coveyrand: Das kleine Lagergebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde zur Verarbeitung von Roggen genutzt. Beim Roggenfest können Sie das Backen von Brot im Dorfbackofen beobachten. Der Roggenbezug reicht vom kleinen Lagergebäude bis zum Dorfbackofen, wo das Brotbacken beim Roggenfest beobachtbar ist. So begegnen Ihnen Roggen, Mühlen und Brot in unterschiedlichen örtlichen Zusammenhängen – als Bauwerk, als Bestandteil von Besucherrouten und als handwerklicher Vorgang.
Kapellen und sakrale Zeugnisse
Im Dorf Voix wurde die Cappella di Voix im Jahr 1781 errichtet. Die Cappella del Prieur wurde nach der Zerstörung der früheren Kapelle durch eine Lawine im 18. Jahrhundert im Jahr 1733 wiederaufgebaut. In Coveyrand bewahrt das Pfarrmuseum alte sakrale Ausstattungsstücke und liturgische Gegenstände aus der Pfarrkirche und den zugehörigen Kapellen. Kulturinteressierte können in Rhêmes-Saint-Georges die Errichtung der Cappella di Voix von 1781 dem Wiederaufbau der Cappella del Prieur von 1733 gegenüberstellen. Für Sie verbinden sich damit ein konkretes Baujahr, eine Wiederaufbaugeschichte und erhaltene Gegenstände aus dem religiösen Umfeld des Ortes.
Dörfer, Architektur und eine Traktorparade
Die Dörfer Vieux und Coveyrand umfassen ein Gebäude aus dem Jahr 1696 mit markanten Säulen in Zylinderform. Eine weitere örtliche Besonderheit ist die „Fiha di Tratteur“. Dabei handelt es sich um eine Traktorparade, die Einwohner und Touristen auf landwirtschaftlichen Anhängern von Rhêmes-Saint-Georges nach Rhêmes-Notre-Dame begleitet.
Anreise und Geschichten unterwegs
Rhêmes-Saint-Georges ist mit dem öffentlichen Busverkehr der Società Autoservizi Valle D’Aosta (SAVDA) erreichbar. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt ein Hotel in Rhemes-Saint-Georges auswählen, können Sie diese Verbindung als praktischen Bezugspunkt für Ihre Anreise berücksichtigen. Für den Spaziergang durch die Ortsgeschichten sind kostenlos verfügbare Podcasts auf Spotify, Apple Podcast, Google Podcast, Deezer und Spreaker sowie über die App Loquis verfügbar. Beim Spaziergang erzählt Loquis die Geschichten der besuchten Orte, sobald Sie sich ihnen nähern. SAVDA nennt den öffentlichen Busverkehr für die Erreichbarkeit; Loquis knüpft die Geschichten an die Nähe zu den besuchten Orten. Damit lässt sich die Erkundung nicht nur über Gebäude und Veranstaltungen, sondern auch über begleitende Erzählungen gestalten.
Weitere Ziele zur Orientierung: Bionaz, Saint Vincent, Montjovet, Gressan, Acque Fredde, Pré-Saint-Didier, Gressoney-La-Trinité, Chef-lieu
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