Colledara zwischen Kirchen, Natur und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Colledara
Colledara verbindet sakrale Baukunst, kleine historische Ortskerne und einen geschützten Naturraum. Damit eignet sich der Ort für Reisende, die italienische Geschichte nicht nur an großen Sehenswürdigkeiten, sondern auch an Kirchen, Plätzen und sichtbaren Spuren vergangener Befestigungen entdecken möchten. Zugleich eröffnet die Fiumetto-Naturreserve eine andere Seite der Umgebung: Wege, Wasserlauf und naturkundliche Einrichtungen ergänzen das kulturelle Interesse um ruhige Erlebnisse im Grünen.
File:Colledara - Chiesa di San Michele Arcangelo 01.jpg
Foto: Pietro via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kirchen und historische Ortsbilder
Im Ortsteil Castiglione della Valle steht die Chiesa di San Michele Arcangelo auf dem mittelalterlichen Platz im Zentrum. Die Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert. Ebenfalls interessant ist San Paolo: Das Gotteshaus besitzt ein einziges Mittelschiff, einen barocken Holzaltar sowie einen Hauptaltar, der teilweise aus Holz und teilweise aus Gips besteht. Von der alten Bastion und den umschließenden Mauern von Castiglione della Valle sind noch Überreste sichtbar. Colledara ist außerdem die Heimatstadt des Schriftstellers Fedele Romani.
Villa Petto liegt auf zwei Ebenen, die durch den Hauptplatz voneinander getrennt werden. Zwischen den alten Häusern des historischen Ortskerns befindet sich Santa Lucia; an der Kirche sind sichtbare Spuren der Burgbefestigungen erhalten, auf denen sie errichtet wurde. Im Inneren beherbergt Santa Lucia zwei Renaissancealtäre und ein wertvolles Weihwasserbecken aus dem Jahr 1568. Die Chiesa di San Salvatore in Villa Petto ist heute eine Ruine.
Die Chiesa di San Nicola in Vico wurde 1811 wiederaufgebaut und besitzt ein steinernes Portal mit flachem Architrav, zwei quadratischen seitlichen Fenstern und einem darüberliegenden Rundfenster. Sie liegt an der Straße, die Vico, Ornano Grande und Forca di Valle verbindet. In Collecastino stammt die Chiesa di San Rocco wahrscheinlich aus dem Jahr 1755; 1881 wurde sie umfassend restauriert. Ihr vollständig aus Ziegeln gefertigtes Portal zeigt seitliche Säulchen und Konsolen sowie einen geschwungenen Architrav. Die Chiesa di San Pietro in Bascianella wurde 1591 fertiggestellt.
Fiumetto-Naturreserve und Wege im Grünen
Die Fiumetto-Naturreserve in Colledara wurde 1990 eingerichtet und erstreckt sich über etwas mehr als 74 Hektar entlang des Bachs Fiumetto nahe Castiglione della Valle. Zahlreiche Wege durchqueren das Gebiet, darunter ein Botanischer Weg, der für geführte Bildungsbesuche genutzt wird. Naturkundliche Schwerpunkte setzt das Besucherzentrum mit einem Herbarium, einer Xylothek, einem Insektarium, einem Lehrteich und einer thematischen Tafel zur Fauna des Flusses Fiumetto.
Augustfeste mit historischem und kulinarischem Bezug
Im August findet in Colledara die Sagra della porchetta statt. Ebenfalls im August gibt es eine historische Nachstellung des mutmaßlichen Aufenthalts von Lucrezia Borgia und Alfonso d'Aragona in Castiglione della Valle. Beide Veranstaltungen ergänzen die Kirchen und Naturwege um zeitlich gebundene kulturelle Anlässe. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können Sie deshalb zwischen dauerhaft sichtbarer Ortsgeschichte, Naturerlebnissen und einem Besuch im August unterscheiden.
Colledara als Aufenthaltsort
Für die Anreise ist die Verbindung über die Autobahn A24 relevant: Colledara ist über diese Straße mit Rom, L'Aquila und Teramo verbunden. Bei der Wahl Ihres Hotels können Sie damit die gewünschte Mischung aus Kirchen, historischen Ortsteilen, Natur und saisonalen Veranstaltungen in den Mittelpunkt Ihrer Reiseplanung stellen.
Weitere Orte in der Umgebung
Für Ihre weitere Orientierung können Sie auch Silvi Paese, Ripattoni, Cesi, Castagneto, Montorio Al Vomano, Montefino, Basciano und Miano einbeziehen.
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