Castellana: Madonna Lauretana, Villa Obletter und Hügellandschaft
Unterkünfte in Castellana
Die Kirche Madonna Lauretana, Villa Obletter und die Landroute über die SP28 geben Castellana ein klar ländlich-historisches Profil. Wenn Sie sakrale Kunst, gewachsene Ortsgeschichte und Landschaften mit Olivenhainen, Weinbergen und Getreidefeldern schätzen, finden Sie hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Entdeckungen.
Madonna Lauretana und die Geschichte des Ortes
In der Kirche Madonna Lauretana befindet sich eine Madonna-mit-Kind-Statue aus dem 12. Jahrhundert. Sie gilt als eine der ältesten Darstellungen dieser Art in den Abruzzen. Die Kirche liegt in Castellana, einem Ortsteil der Gemeinde Pianella, unmittelbar an der Provinzstraße.
Die Kirche ist seit dem Jahr 1080 nachweisbar, was auf eine frühmittelalterliche Gründung schließen lässt. Ursprünglich war sie San Salvatore geweiht; im Jahr 1284 trug sie die Bezeichnung Ecclesia Sanctae Mariae. In der Mitte der Apsis wird noch heute die Holzstatue der Beata Vergine Lauretana aufbewahrt. Mehrere Zeitschichten bleiben so an einem einzigen sakralen Ort miteinander verbunden.
Der Platz vor der Kirche
Eine Erkundungstour beginnt in Castellana auf dem Platz vor der Kirche Madonna Lauretana und führt durch den Ort sowie das umliegende ländliche Gebiet. Dieser Platz besitzt außerdem eine historische Festtradition: Früher fand dort am dritten Tag nach Ostern das Fest Sancta Maria delli Castellani statt.
Hügelroute über die SP28
Die Landroute über die SP28 verläuft durch Hügel, die von Olivenhainen, Weinbergen und Getreidefeldern geprägt sind. Unterwegs wechseln sich Anstiege, Gefälle und ebene Abschnitte ab. Die Strecke eröffnet Ausblicke auf Pianella und den Gran Sasso.
Villa Obletter und ländliche Architektur
Villa Obletter ist ein großes landwirtschaftliches Gut in Castellana, das mindestens auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückgeht. Die Anlage umfasst ein Herrenhaus, Lagerhäuser, Ställe und Remisen. Erhalten geblieben sind sowohl die Innenräume als auch die Ausstattung. Die Villa gilt als eine der wertvollsten ländlichen Architekturen im Gebiet von Pianella.
Für kulturgeschichtlich interessierte Besucher steht Villa Obletter damit für eine historische Form des ländlichen Wirtschaftens, die sich nicht auf ein einzelnes Gebäude reduzieren lässt. Herrenhaus und Wirtschaftsgebäude gehören gemeinsam zum überlieferten Bestand der Anlage. Aussagen über eine heutige Nutzung oder eine mögliche Innenbesichtigung sind damit nicht verbunden.
Wasser und alter Baum
Der Lago di Cicoria ist ein kleines künstliches Becken, das zur Bewässerung der Felder genutzt wird. Die Quercia di Saverio ist ungefähr 400 Jahre alt und gehört zu den monumentalen Bäumen der Abruzzen. Beide Motive ergänzen die Kulturdenkmäler um konkrete Landschafts- und Naturthemen, bleiben dabei aber eigenständige Orte und Erscheinungen.
Erinnerungen an das ländliche Leben
Der kleine Hof im Zentrum von Fonte Catena steht für eine gemeinschaftlich organisierte ländliche Lebensweise, die bis in die frühen 1980er-Jahre fortbestand. Auch die lokale Wirtschaftsgeschichte reicht zurück: Im 19. Jahrhundert ist für Castellana eine Molkereitätigkeit belegt, die von der Familie Obletter betrieben beziehungsweise mit ihr verbunden war. Diese historischen Bezüge verleihen dem Ort neben Kirche und Landschaft eine zusätzliche soziale und landwirtschaftliche Dimension.
Weitere Orte: Scafa, Pietranico, Collecorvino, San Valentino In Abruzzo Citeriore, Serramonacesca, Picciano, Manoppello Scalo, Micarone
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