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Tempera – Quellen, Mühlen und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Tempera

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Tempera, ein Ortsteil von L'Aquila, verbindet das bewohnte Zentrum mit der Riserva Naturale Regionale Sorgenti del Vera. Das geschützte Naturgebiet ist etwa 30 Hektar groß, grenzt unmittelbar an das bewohnte Zentrum an und wurde 1983 eingerichtet. Für Ihre Reiseentscheidung verbindet sich hier Natur mit Ortsgeschichte und lokalen Traditionen.

Quellenlandschaft und besondere Tierwelt

Mehrere Wasserfälle an den Quellen des Vera schaffen eine wilde und eindrucksvolle Landschaft. Im Fluss lebt der endemische Steinfliegenverwandte Taeniopteryx mercuryi, der ausschließlich in einem sehr begrenzten Gebiet vorkommt. Der Sentiero 3 (blau) liegt im Herzen der Riserva Naturale Regionale Sorgenti del Vera und wird für Wanderungen und Vogelbeobachtung empfohlen.

Rundwege für unterschiedliche Aktivitäten

Im nördlichen Bereich von Tempera verläuft der Sentiero 1 (grün) als 1,2 Kilometer langer Rundweg. Er wird für Mountainbiking und Trekking sowie bei Schnee für Schneeschuhwanderungen empfohlen. Der Sentiero 2 „Panoramico“ (rot) ist ein etwa 2,1 Kilometer langer Rundweg durch den nördlichen Bereich von Tempera und wird für Mountainbiking, Rollschuhlaufen und Spaziergänge empfohlen. Die unterschiedliche Länge hilft bei der Tagesplanung: Der Sentiero 1 ist die kürzere Runde, während der etwa 2,1 Kilometer lange Sentiero 2 mehr Strecke umfasst. Beide Wege verbinden Bewegung mit dem Naturraum; die Wahl kann deshalb an die gewünschte Aktivität und den gewünschten Wegumfang angepasst werden.

Mühlen und altes Handwerk

In der Nähe der Sorgenti del Vera befinden sich drei Wassermühlen, von denen eine noch in Betrieb ist. Ebenfalls dort steht eine Papiermühle aus dem Jahr 1717. Die kulturell-naturkundliche FAI-Route umfasst an der Via delle Mole ein Mühlengebäude mit Getreidesortieranlage, das als moderne Nutzung eines alten Handwerksgebäudes gilt. Neben dem Mühlengebäude liegt die Rameria, eine historische Kupferwerkstatt. Zur Route gehört auch der Mulino Gasbarri, der mit der traditionellen Kunst des Müllerhandwerks verbunden ist. Die verschiedenen Stationen setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: Wasserkraft, Papierherstellung, Getreideverarbeitung und Kupferbearbeitung. Für Reisende mit Interesse an Kulturgeschichte ergänzt die Mühlenlandschaft die Naturerlebnisse an den Quellen um konkrete Beispiele traditioneller Arbeit.

Ortsgeschichte und religiöse Traditionen

Zu den bemerkenswerten Adelspalästen in Tempera zählt Palazzo Vicentini. Ein Teil der Madonnine wird regelmäßig in der Kapelle Madonna delle Grazie in Tempera ausgestellt. Auch die San-Biagio-Patronatstradition gehört zum lokalen Charakter: Dabei wird eine salzige, brotähnlich gegärte Ringform mit Fenchelsamen zubereitet und anschließend an die gesamte Gemeinschaft verteilt.

Festa della Trota und Spezialitäten

Die Festa della Trota findet vom 26. bis zum 28. Juni in Tempera statt. Sie gilt als einer der traditionsreichen und von der örtlichen Gemeinschaft besonders geschätzten Termine und wird von der Pro Loco Radici di Tempera gefördert. Angeboten werden traditionelle lokale Spezialitäten mit Forelle sowie frittierte Pizza, Arrosticini und Wurst. Der Überlieferung zufolge führt die religiöse Prozession zu Ehren des heiligen Blasius durch die Gassen von Tempera; dabei wird eine große Fenchelringform am Fuß der Statue des heiligen Blasius aufgehängt.

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Weitere Reiseziele

Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Pettorano Sul Gizio, Aielli, Roccacasale, San Giovanni Valle Roveto Superiore, Civitella Alfedena, Vittorito, Castel Di Sangro und Rivisondoli vergleichen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: L-Aquila.

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