Martinsicuro zwischen Küstenbiotop und römischer Geschichte
Unterkünfte in Martinsicuro
Martinsicuro verbindet eine weitläufige Küstenlandschaft mit archäologischen Spuren und lebendigen Einblicken in die örtliche Fischerei. Die Themen liegen nicht nur in der Vergangenheit: Am Wasser prägen Küstenbiotop, Fischerhafen und Uferpromenade das Bild des Ortes.
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Foto: simone pietro pagnon… via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Küste zwischen freiem Strand und Biotop
Martinsicuro hat eine 6.300 Meter lange Küste. 55 Prozent davon entfallen auf freien Strand; außerdem gibt es einen Abschnitt mit Küstenbiotop. Dort bilden sich Dünen auf natürliche Weise an einem weitläufigen Abschnitt freien Strandes. Auch für naturkundlich interessierte Besucher ist dieser Küstenraum bemerkenswert: Der Seeregenpfeifer, auf Italienisch Fratino, kehrt jedes Jahr zum Brüten an die Strände des Küstenbiotops zurück.
Mit dem Rad und zu Fuß am Wasser
Ein kommunaler Rad- und Fußweg führt vom Ufer des Flusses Tronto und der Zugvogel-Oase über die Anlegestelle der Kleinfischerei und die Uferpromenade von Martinsicuro zum Küstenbiotop. Anschließend verläuft er weiter zur Uferpromenade von Villa Rosa und bis zur Mündung des Val Vibrata. Für Ihre Planung lässt sich der Weg deshalb als Folge verschiedener Wasser- und Küstenräume betrachten: Flussufer, Kleinfischerei, Promenade, Biotop und weitere Uferabschnitte liegen in einer gemeinsamen Wegverbindung.
Archäologie von der Frühzeit bis zur Kaiserzeit
Im Antiquarium di Castrum Truentinum ist ein langobardisches Grab mit Funden aus dem 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. ausgestellt. Entdeckt wurden diese Funde im Bereich des Flusses Tronto in Martinsicuro. Das Antiquarium Castrum Truentinum ist in der vollständig restaurierten Casa Doganale untergebracht und zeigt außerdem archäologische Funde aus dem Gebiet von Colle di Marzio und der Tronto-Mündung. Die ausgestellten Funde reichen von der protohistorischen Zeit bis in die Kaiserzeit. An der Fassadenädikula des Bauwerks befinden sich die Wappeninsignien Kaiser Karls V., darunter der doppelköpfige Adler der Habsburger.
Die ersten Ausgrabungen von 1991 bis 1995 legten ein Geschäftsviertel mit Hafenlagern, ein öffentliches Gebäude – das „macellum“ beziehungsweise den Markt – sowie eine nahezu intakte gepflasterte Straße frei. Colle di Marzio steht unter archäologischem Schutz für protohistorische und römische Fundstätten.
Fischerei als Teil des Ortsbildes
Im Bereich des kleinen Hafens, an dem die Boote der Fischer anlegen, sind in fünf Räumen Fischernetze, Reusen, Winden, Körbe, Bojen, Kompasse, alte Radargeräte, Seekarten und Fotos ausgestellt. Das Ecomuseo del Mare e della Pesca nutzt von älteren Fischern bereitgestellte Fotos und Gegenstände, um die Geschichte und die verschiedenen Fischereiformen in Martinsicuro darzustellen.
Anreise über die A14
Martinsicuro liegt an der A14 und ist über die Ausfahrten San Benedetto del Tronto–Ascoli Piceno oder Val Vibrata erreichbar.
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