Malo: Museen, Handwerk und Wege bei Molina di Malo
Unterkünfte in Malo
Kunst, Seide und Keramik in Malo
Wenn Sie in Malo kulturelle Eindrücke mit regionaler Geschichte verbinden möchten, eröffnen die Museen mehrere unterschiedliche Themenfelder. Das Museo Casabianca ist ein dauerhaftes Museum für grafische Werke zeitgenössischer Künstler aus den 1960er- bis 1990er-Jahren. Mehr als 1.200 Werke von 700 Künstlern sind dort ausgestellt. Die Tätigkeit des Museums reicht bis in das Jahr 1978 zurück. Damit steht neben der großen Zahl an Werken auch die Entwicklung der zeitgenössischen Grafik über mehrere Jahrzehnte im Mittelpunkt.
Das Museo dell’Arte Serica e Laterizia widmet sich zwei Materialien mit jeweils eigener Geschichte. Der Seidenbereich behandelt den Maulbeeranbau, die Seidenraupenzucht und das Abhaspeln der Seide in Malo. Im Ziegelbereich umfasst die Ausstellung Artefakte, die die Nutzung von Ton seit dem Neolithikum belegen.
Pappmaché und die Chiesa di Santa Libera
Eine weitere besondere Adresse ist die historische venezianische Werkstatt Mondonovo für Pappmaché-Masken. Sie wurde vollständig nach Malo verlegt und in ein Museumsatelier umgewandelt. Im Museo Mondonovo Maschere werden regelmäßig Workshops zum Erlernen der Pappmaché-Kunst angeboten. Ab dem 25. September 2011 stellte das Museo Mondonovo Maschere der Öffentlichkeit 250 Werke, 500 Matrizen, eine Bibliotheks- und Archivsammlung sowie Arbeitsgeräte, antike Gegenstände und Möbel zur Verfügung. So treffen in Malo handwerkliche Praxis, Masken und die überlieferten Arbeitsmaterialien an einem Ort zusammen.
Zur historischen Seite von Malo gehört die Chiesa di Santa Libera, die alte Pfarrkirche von Malo. Ihre Bausubstanz wurde von 1721 bis 1897 erneuert. In der Kirche befindet sich außerdem eine steinerne Madonna mit Kind, die von der Werkstatt von Bernardino und Tommaso del Pedemuro geschaffen wurde. Für kulturinteressierte Besucher ergibt sich daraus ein anderer Zugang als in den Museen: Architektur und ein einzelnes sakrales Kunstwerk stehen hier im Vordergrund.
Wege, Hofprodukte und Weine
In der Gegend um Molina di Malo eignen sich Wege entlang des Flusslaufs für Wanderungen und Radtouren. Dieses Angebot ergänzt die Museen und historischen Innenräume um eine Bewegung im Freien. Je nach persönlichem Interesse können Sie den Schwerpunkt daher auf grafische Kunst, regionale Handwerksthemen oder eine aktive Zeit auf Wegen am Wasser legen. Die unterschiedlichen Themen eignen sich auch für eine Reiseplanung, bei der nicht jeder Tag denselben Rhythmus haben soll.
Die Fattoria La Greppia bietet im Rahmen ihres Programms als Lehrbauernhof Führungen an. Im Hofladen verkauft sie ihre eigenen Agri-Joghurts und Agri-Desserts. Damit erhalten landwirtschaftliche Arbeit und selbst hergestellte Produkte in Malo einen konkreten Platz neben Kunst und Geschichte. Die Fattoria verbindet dabei Führungen mit Erzeugnissen aus eigener Herstellung, ohne dass Sie sich auf einen rein musealen Besuch beschränken müssen.
Zum regionalen Charakter gehören außerdem Weine, die ausschließlich aus Trauben des Val Leogra hergestellt werden. Zusammen mit den Produkten der Fattoria La Greppia ergibt sich ein kulinarischer Aspekt, der die kulturellen Themen sinnvoll ergänzt. Malo ist damit besonders interessant, wenn Sie Museen, handwerkliche Techniken, historische Bauwerke, Wege im Freien und regionale Erzeugnisse in einer Reise miteinander verbinden möchten.
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