Grumolo delle Abbadesse zwischen Reisfeldern und Villen
Unterkünfte in Grumolo Delle Abbadesse
Grumolo delle Abbadesse verbindet den Reisanbau mit einer bemerkenswerten Dichte historischer Villen und Kapellen. Wenn Sie italienische Architektur, regionale Küche und ländliche Landschaft in einer Reiseentscheidung zusammenführen möchten, finden Sie hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte. Die Geschichte des Ortes zeigt sich dabei nicht nur in einzelnen Bauwerken, sondern auch in der Landwirtschaft, die das Gebiet über Jahrhunderte geprägt hat.
Reisfelder als charakteristische Landschaft
Der Reisanbau prägte die Landschaft von Grumolo delle Abbadesse durch die Urbarmachung des Landes, die Rodung, die Trockenlegung von Feuchtgebieten und den Bau von Bewässerungskanälen. Reisfelder bestehen seit mehr als 500 Jahren im Gebiet des historischen Lehens der Äbtissinnen, darunter in der Gemeinde Grumolo delle Abbadesse und auf nahegelegenen, historisch dokumentierten Flächen. Im April und Mai stehen die Felder für die Aussaat unter Wasser; dann nimmt die Landschaft einen eindrucksvollen lagunenartigen Charakter an. In den Reisfeldern sind Störche, Reiher, Wildenten, Teichhühner und Kiebitze anzutreffen.
Reis und regionale Identität
In Grumolo delle Abbadesse werden die Reissorten Vialone Nano und Carnaroli angebaut und vermarktet. Die Gemeinde hat den dort erzeugten Reis mit einer De.Co.-Bezeichnung anerkannt. Der Vialone Nano di Grumolo delle Abbadesse ist außerdem ein von der Region Veneto unterstütztes Presidio Slow Food. Eine feste Verbindung zwischen Landwirtschaft und Gemeindeleben bildet die Festa del Riso: Sie findet in Grumolo delle Abbadesse seit mehreren Jahrzehnten regelmäßig im September statt. Reis begegnet Ihnen hier damit als Erzeugnis der Felder, als regionales Produkt und als Teil des Veranstaltungskalenders.
Historische Spuren von Kanal und Barchessa
Die Barchessa wurde 1200 als Hof und Lagerhaus für Naturalabgaben an die Nonnen errichtet. Nachdem das frühere Gebäude verfallen war, wurde sie 1710 wiederhergestellt. Auch der schiffbare Kanal Meneghina erzählt von der wirtschaftlichen Vergangenheit des Gebiets: 1618 wurden der Kanal angelegt und eine Anlegestelle gebaut, an der Boote für den Reistransport zu den Kornspeichern anlegten. Beide Zeugnisse machen sichtbar, wie eng Baugeschichte, Versorgung und Reisanbau miteinander verbunden waren.
Villen und Kapellen im Ortsbild
Im Park der Villa Godi–Piovene stehen jahrhundertealte Bäume. Neben dem Park der Villa Piovene liegt die Kapelle La Favallina, ein Beispiel für die vicentinische Architektur des 17. Jahrhunderts, deren Urheberschaft Carlo Borrella zugeschrieben wird. Die Villa Canal, früher Villa Rossi di Schio, stammt aus dem 17. Jahrhundert und liegt an der Via Piave am Rand des Zentrums von Grumolo delle Abbadesse. Zu ihrem Komplex gehört eine 1697 errichtete Kapelle. Bei der Villa Chiericati wird die Urheberschaft Andrea Palladio zugeschrieben; Grundlage dafür sind eigenhändige Zeichnungen des Meisters, die in Großbritannien aufbewahrt werden. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein Ziel, an dem sich regionale Esskultur und historische Architektur in unterschiedlichen Maßstäben betrachten lassen.
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung
Asiago, Valdagno, Mason Vicentino, Montebello Vicentino, Cornedo Vicentino, Valstagna, Montecchio Precalcino und Rive Poleo
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