Sona entdecken: Moränenhügel, Geschichte und Wege
Sona liegt in den Moränenhügeln und ist von Weinbergen, Olivenhainen und Kirschbäumen geprägt. Zur Kulturlandschaft gehören ländliche Höfe, historische Kirchen und Villen; einzelne Bauwerke wie La Guglia und die Villa Belvedere stehen zudem mit weiten Blicken über das Umland in Verbindung.
Wege durch Hügel und Kulturlandschaft
Das Projekt Cammina San Giorgio umfasst sieben für Fußgänger und Radfahrer geeignete Routen in San Giorgio in Salici. Die Wege unterscheiden sich in Schwierigkeit und Länge. Dazu gehören steile Anstiege ebenso wie ruhige unbefestigte Strecken, die häufig zu Panoramablicken führen.
Der Tunnel dell’Amore verläuft zwischen zwei Armen des Flusses Tione durch bewaldete Hänge und weist ein angenehmes Mikroklima auf. Auch einzelne Bauwerke sind eng mit der Landschaft verbunden: La Guglia ist ein runder Turm, der zur selben Zeit wie die Villa Trevisani Calderara errichtet wurde und mit einem Blick über das umliegende Gebiet verbunden ist. Die Villa Belvedere steht auf einem Hügel; ihr 360-Grad-Blick reicht vom Gardasee bis zu den Berici-Hügeln und den Lessinischen Bergen.
Türme, Kirchen und historische Villen
Die Torre Scaligera aus dem 14. Jahrhundert steht auf einem 200 Meter hohen Hügel und ist 17 Meter hoch. Früher diente sie als Beobachtungspunkt. In der Kirche San Giorgio Martire wurde der Glockenturm 1788 nach einem Entwurf des Architekten Trezza errichtet; er enthält ein Geläut aus dreizehn Glocken. Das 1933 fertiggestellte Fassadenfresko von Orazio Celeghin zeigt den heiligen Georg zu Pferd, wie er einen Drachen mit der Lanze tötet.
Die Pfarrkirche San Giacomo e Santa Giustina bewahrt Gemälde aus dem 17. bis 19. Jahrhundert sowie ein bewegliches polychromes Holzkruzifix aus dem frühen 16. Jahrhundert. Die Ursprünge der Kirche San Quirico e Giulitta werden ins 15. Jahrhundert zurückgeführt. Während der Pest von 1630 nutzten die Dominikaner sie als Lazarett; außerdem enthält sie ein Kreuzigungsfresko, das der Schule des Liberale da Verona zugeschrieben wird. Die Pieve di Santa Giustina wird auf etwa das Jahr 1000 datiert. Sie wurde in romanischer Technik aus Mauersteinen aus Moränenmaterial im Fischgrätenmuster errichtet.
Weitere Zeugnisse sakraler Kunst finden sich in der Pfarrkirche San Salvatore mit ihren Marmoraltären und spätbarocken Stuckarbeiten. Das Fresko Arbor Redemptionis stellt die Heilsgeschichte dar und umfasst eine Fläche von 240 Quadratmetern. Die Kirche San Rocco steht in der Località Fornelli auf einer von jahrhundertealten Bäumen beschatteten Wiese. Der Überlieferung zufolge wurde sie 1511 als Dank für die überstandene Pest errichtet; beim Roden der Felder verwendeten die Bewohner geborgene Moränenkiesel. Neben der Kirche liegt ein Findling, der während der letzten Eiszeit dorthin gelangte. Der Bagolar, auch Pirlar, gehört zur Art Celtis australis, wird als nationales pflanzliches Denkmal der Gegend bezeichnet und hat einen Umfang von 2,85 Metern sowie eine Höhe von 19 Metern.
Museen und ländliches Erbe
Das Museo Paleontologico e dell’Origine del Territorio Attilio Fedrigo zeigt mehrere hundert Fossilien aus Italien und dem Ausland. Es vermittelt einen Überblick über die Entwicklung der Lebensformen von den ältesten Zeitaltern, darunter dem Paläozoikum vor mehr als 500 Millionen Jahren, bis zu einem Zeitraum vor einigen tausend Jahren. Das Museo Storico Baita Monte Baldo ist nach den Themen bäuerliche Zivilisation und Kriegszeiten gegliedert. Das Baita Monte Baldo Historical Museum umfasst eine Pilzausstellung und eine ständige Fotoausstellung.
Zur historischen Kulturlandschaft gehören auch mehrere Villen und ländliche Höfe. Die Villa Trevisani Calderara ist eine im 19. Jahrhundert errichtete Villa in einem Park mit hundertjährigen Bäumen. Die Villa Koelliker – auch Giarola Previtali und Villa Eire – liegt am Sona-Hang mit Blick in Richtung Verona in einem großen Park mit zahlreichen Pflanzenarten und einem Teich. 1892 wurde sie von Giuseppe Previtali als Sommerhaus in der Località Giarola nahe einer alten, aus dem Jahr 1703 stammenden Kapelle errichtet. Die Villa Consolaro Turata im Zentrum von Sona war bis zur napoleonischen Aufhebung ein Jesuitenkloster.
Der Colombaron ist ein ländlicher Hof aus dem 16. Jahrhundert an den östlichen Hängen von Sona; sein Name geht auf den großen Taubenturm zurück. In den Hügeln von San Giorgio liegen ländliche Höfe zwischen den Anbauflächen; viele waren neben Wohn- und Wirtschaftsgebäuden mit Taubentürmen oder Wachtürmen ausgestattet. Ca’ Vecia ist ein auf das 16. Jahrhundert zurückgehender ländlicher Hof in Cavecchie und wird heute als Beherbergungsbetrieb genutzt. Die Villa Spolverini Schizzi Fiorini Recchi bewahrt den einzigen noch erhaltenen Brolo der vielen, die früher in der Gemeinde existierten.
Auch der Landwirtschaftsbetrieb Colle d’Oro sul Lago in Palazzolo di Sona gehört zu dieser von Anbau geprägten Umgebung. Auf den Moränenhügeln umfasst er einen Olivenhain, einen kleinen Weinberg, einen Kiwigarten und einen Rosengarten.
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Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.comWeitere Ziele in der Umgebung
In der Umgebung von Sona liegen das Museo Nicolis als Museum, der Parco Natura Viva als Zoo und das Castello Scaligero als Burg. In der näheren Umgebung befindet sich außerdem Padri Redentoristi, ein Kloster. Die Associazione Amici dei Civici Musei d'Arte di Verona ist ein Museum in der Umgebung von Sona. Porta Palio, Arco dei Gavi und Porta Borsari sind dort jeweils natürliche Bögen. Weitere Ziele im Umfeld von Sona: Ganfardine, Ferrara Di Monte Baldo, Mazzano, Bonavigo, Via I Maggio Mediana Dell'industria, Pressana, Bevilacqua und Sandra.
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