Oppeano: Kirchen, antike Spuren und ländliche Geschichte

File:Palazzina municipale (Oppeano).jpg File:Palazzina municipale (Oppeano).jpg Foto: Threecharlie via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

In der unteren Veroneser Ebene zählt Oppeano zu den Zentren, die der Kultur der „antiken Veneter“ zwischen dem 7. und 5. Jahrhundert v. Chr. zugeordnet werden. Die historischen Bezüge reichen von sakraler Architektur und archäologischen Spuren bis zur Geschichte ländlicher Höfe.

Sakrale Baugeschichte und Kunst

Die heutige Chiesa di Oppeano wurde 1841 über einer ersten Kirche aus dem 11. Jahrhundert errichtet. In der Chiesa di Mazzantica stammt der Bau aus dem 14. Jahrhundert; spätestens 1526 war sie eine Pfarrei. Im Inneren befinden sich eine sehenswerte Sparrenkonstruktion, einige wertvolle Fresken und das Altarbild der Geburt Mariens von Brusasorzi.

Die Geschichte der Ex Chiesa di Santa Maria degli Angeli reicht bis ins Jahr 1526 zurück. Ihre Neugestaltung sollte die Erhaltung der ursprünglichen Baustrukturen mit einer öffentlichen Nutzung der Räume verbinden. Heute beherbergt die ehemalige Kirche ein städtisches Auditorium, das den Namen Don Remo Castegini trägt.

Nach der jüngsten Restaurierung vereint die Chiesa di Vallese ältere und moderne Elemente zu einem einheitlichen Erscheinungsbild des Sakralbaus. Damit erweitert sie die kirchengeschichtliche Perspektive Oppeanos um den bewussten Umgang mit unterschiedlichen Bauphasen.

Antike Spuren und historische Orte

Von der Corte Domenicale Turco in piazza sind heute nur das Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert und die Kapelle mit reich gestalteter Barockfassade erhalten. Die Kapelle gilt als seltenes Beispiel dieses Stils im unteren Flachland. Das Castrum Euppedanum entstand im frühen Mittelalter als befestigtes Lager. Westlich des heutigen Platzes von Oppeano steht ein verstümmelter, kaum wiederzuerkennender Turm, der als erhaltenes Relikt des Castrum Euppedanum gilt.

Der Torre di Ezzelino stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Villa Carli alla Montara stammt aus der Zeit zwischen dem 17. und dem 18. Jahrhundert. Le Franchine ist ein in Oppeano gelegenes Bestattungsareal aus der Zeit vom 9. bis zum 4. Jahrhundert v. Wer sich für Archäologie und Architektur interessiert, findet damit in Oppeano mehrere historische Anknüpfungspunkte.

Ländliche Tradition und Naturraum

Mit Oppeano verbunden ist eine Tradition ländlicher Höfe, die sich im 15. und 16. Jahrhundert um selbstversorgende Wohneinheiten mit Taubentürmen und massiven Umfassungsmauern entwickelte.

Im Gemeindegebiet von Oppeano erstreckt sich ein großes Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (SIC), das sich im „Tal“ von Ca’ degli Oppi am Rand des „Sguazzo“ von Vallese ausdehnt. Archäologische Funde und Quellaustritte prägen diesen Raum. In Ca’ degli Oppi steht außerdem das Teatro Salus, ein Pfarrtheater mit einem Saal für bis zu 200 Zuschauer. Dort wurden Komödien und Werke im Dialekt aufgeführt.

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