Vigo di Cadore: Kirchen, Bergwege und Festungsgeschichte
Unterkünfte in Vigo di Cadore
Vigo di Cadore verbindet kunst- und militärgeschichtliche Zeugnisse mit Bergwegen, Aussichtspunkten und regionaler Küche. Sie können hier historische Kirchen und Bibliothekskultur mit Wanderungen zu Befestigungsanlagen, einem botanischen Weg oder einem Kletterfelsen aus Kalkstein verbinden. Auch die lokale Käsekultur gehört zu den konkret belegten Erlebnissen der Umgebung.
Kirchen, Bibliothek und lebendige Geschichte
Zu den wichtigen Sakralbauten zählt die Chiesa di Sant'Orsola. Sie wurde zwischen 1313 und 1321 als Grabkapelle errichtet und ist als Nationaldenkmal anerkannt. Die Chiesa della Madonna della Difesa entstand zwischen 1512 und 1515. Die örtliche Bevölkerung gab sie als Votivgabe in Auftrag, nachdem die Bedrohung durch die Truppen Maximilians I. von Habsburg überstanden war.
Die Chiesa Pievanale di San Martino di Tours stammt aus dem Jahr 1559 und wurde im 18. Jahrhundert erweitert. Der gegenüber der Chiesa Pievanale di San Martino di Tours stehende Glockenturm stammt ebenfalls aus dem Jahr 1599. Noch weiter reicht die Geschichte der Chiesa di San Daniele zurück: Sie bestand bereits im Jahr 1345 und wurde 1350 wiederaufgebaut. Bei der Chiesa Parrocchiale di San Bernardino da Siena wurde das Gebäude 1947 nahezu vollständig wiederaufgebaut; ihr Chor gehört zum ursprünglichen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert.
Ein anderer Zugang zur regionalen Vergangenheit führt über die Biblioteca storica cadorina, die 1892 von Professor Antonio Ronzon gegründet wurde. In Salagona besteht die Chiesa di Santa Margherita seit 1272 und gilt als älteste erhaltene Kirche im Cadore. Zur Weihnachtszeit bietet außerdem das Presepio Animato di Laggio einen saisonalen Anlass: Seine Einrichtung in der ehemaligen Grundschule von Laggio di Cadore reicht bis 1984 zurück, geöffnet ist es zur Weihnachtszeit.
Wanderwege, Gipfel und Befestigungsanlagen
Für die Planung Ihrer Ausflüge gibt es unterschiedliche Formate. Der Itinerario 004 ist eine 1,66 Kilometer lange Hin- und Rückroute von Laggio zum Appostamento militare Col Ciampon. Dieses gilt als Freilichtmuseum mit Schützengräben, militärischen Anlagen und Relikten aus dem Ersten Weltkrieg. Der Itinerario 071 führt von Laggio über den Sentiero botanico Gabriele Larese und Col Ciampon zur Chiesetta San Daniele. Der Sentiero botanico Gabriele Larese zeigt auf einem kurzen, zugänglichen Weg Bäume, Sträucher und Blumen.
Von Col Ciampon ist die Chiesa di San Daniele über einen etwa 20-minütigen, steilen Aufstieg erreichbar. Der Zustieg zur Chiesetta San Daniele umfasst feste Seile und gilt als nicht ausgesetzt. Der Abschnitt Forra di Romotoi ergänzt die Wege um eine Hängebrücke, Leitern und feste Seile. Zur Palestra di Roccia, einem Kletterfelsen aus Kalkstein am Monte Tudaio, gelangen Sie vom kleinen Parkplatz an der Schranke bei Piniè in etwa zehn Gehminuten.
Der Monte Tudaio bietet ein 360-Grad-Panorama von der Alta Val Piave bis zur Val d'Ansiei, einschließlich der Tre Cime di Lavaredo und des Peralba. Auf seinem Gipfel in 2114 Metern Höhe wurde zwischen 1911 und 1915 vom italienischen Geniekorps das Forte del Monte Tudaio errichtet. Der Aufstieg von Piniè zum Gipfel führt über eine militärische Maultierpiste von mehr als acht Kilometern und dauert etwa vier Stunden. Wer eine längere Verbindung sucht, findet mit der Altavia dei Forti dell’Oltrepiave eine 59,83 Kilometer lange Strecke: Sie beginnt in Piniè in Vigo di Cadore und führt bis zum Passo Mauria.
Weitere militärgeschichtliche Ziele ergänzen dieses Wegenetz. Die Batteria di Col Pelos und das Forte di Col Piccolo waren Teil des Verteidigungssystems Fortezza Cadore-Maè. Von Palù bei Vigo ist die Batteria di Col Pelos über etwa einen Kilometer bequeme, ansteigende Fahrstraße erreichbar; der Schützengraben dort ist gut erhalten und begehbar. Das Vallo alpino del Littorio ist ein von Mussolini zwischen 1939 und 1941 errichtetes unterirdisches Verteidigungswerk-System. Sein Standort bei Piniè ist über die Beschilderung zum Forte di Monte Tudaio erreichbar. Das Bivacco „L. Da Rin Chiaurei“ erreichen Sie von Piniè entweder über die militärische Maultierpiste CAI 339 oder über den Sentiero dei Mede.
Hochebene und regionale Küche
Die Malga Casera Razzo liegt auf 1800 Metern Höhe und ist von Vigo di Cadore aus mit dem Auto erreichbar. Dort können Sie lokale Käsesorten verkosten und kaufen. Die Käsesorten werden aus der Milch von Rindern hergestellt, die auf der Hochebene weiden, oder aus Milch von nahegelegenen Almen bezogen. Wechselnde Mittags- und Abendmenüs werden dort nur auf Reservierung angeboten.
Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts an diesen unterschiedlichen Interessen ausrichten: Kirchen und historische Zeugnisse, kurze Naturwege, längere Bergtouren, militärische Anlagen oder regionale Produkte. Die verschiedenen Streckenlängen und Gehzeiten helfen dabei, Ihre Tagesplanung realistisch an den gewünschten Rhythmus anzupassen.
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