Chies D'alpago: Bergwege, Naturgeschichte und Kultur

Chies D'alpago verbindet alpine Wege mit Naturgeschichte, religiösem Erbe und einer lokalen Spezialität. Die Routen führen zu Bergpunkten wie der Forcella Antander, dem Cimon del Cavallo und dem Monte Teverone. Zugleich erzählen ein Naturkundemuseum, stillgelegte Almhütten und ein seit Jahrhunderten dokumentiertes Gotteshaus von den natürlichen und kulturellen Besonderheiten des Gebiets. In Malga Illari kommt mit dem dort hergestellten Fiordilatte-Eis außerdem ein kulinarischer Akzent hinzu.

Alpine Wege zwischen Casere, Forcelle und Gipfeln

Der alpine Weg 979 beginnt an der Casera Pian Formosa und führt zur Forcella Antander beim Bivacco Toffolon. Dort mündet er in den Weg 928 ein. Der Weg 979 ist mit dem Schwierigkeitsgrad E eingestuft. Für Ihre Planung bleibt damit nicht nur der Verlauf über einzelne Geländepunkte nachvollziehbar, sondern auch eine konkrete Schwierigkeitseinstufung erhalten.

Im Gebiet Chies d’Alpago verläuft der alpine Weg 924 von der Casera Pal über den Cimon del Cavallo bis zur Regionalgrenze. Er ist mit dem Schwierigkeitsgrad EE eingestuft. Ebenfalls den Schwierigkeitsgrad EE trägt der alpine Weg 931, der von San Martino–Degnona zum Monte Teverone führt. Die unterschiedlichen Ausgangspunkte und Zielbereiche geben Ihnen mehrere Themen für die eigene Tourenplanung, ohne dass die Wege zu einem gemeinsamen Verlauf zusammengefasst werden müssen.

Eine weitere Bergroute führt zum Monte Messer. Sie beginnt in der Nähe der Casera Pian Formosa und führt zur Forcella Antander, bevor der Gipfel des Monte Messer erreicht wird. Die Etappenpunkte helfen dabei, die gewünschte Berglandschaft bereits vor der Reise gedanklich einzuordnen.

Naturgeschichte im ehemaligen Schulhaus

Das Museo di Storia Naturale dell’Alpago ist in der ehemaligen Grundschule von Chies d’Alpago eingerichtet. Die Fisch-Ausstellung umfasst den Sanpierolo, einen Fisch, der im Lago di Santa Croce endemisch ist.

Almhütten und religiöses Erbe

Im Gebiet Malga Cate–Val Salatis stehen heute stillgelegte Almhütten. Sie bewahrten die autochthone Schafrasse der Alpagota vor dem Aussterben. Der historische Bezug der Hütten liegt damit nicht in einer gegenwärtigen Nutzung, sondern in ihrer Rolle bei der Erhaltung dieser Schafrasse. Wer die Bergwelt auch unter dem Blickwinkel regionaler Landwirtschaft betrachtet, findet hier einen unmittelbar mit dem Gebiet verbundenen Aspekt.

Zum kulturellen Erbe gehört außerdem das heute als Santuario della Madonna della Salute bekannte Gotteshaus. Es ist seit 1494 in offiziellen Dokumenten belegt. Die Kirche besitzt damit eine über Jahrhunderte zurückverfolgbare Geschichte, die sich an ihrem heutigen Namen und ihrer dokumentierten Vergangenheit ablesen lässt.

Im Jahr 1783 gewährte Papst Pius VI. der Kirche einen besonderen Ablass. Danach wurde sie unter dem neuen Titel „Beata Vergine della Salute“ geführt. Dieser Titel gehört zu jener historischen Entwicklung, die das Gotteshaus mit seiner religiösen Vergangenheit verbindet. Die Jahreszahl 1783 markiert dabei einen klaren Punkt innerhalb der überlieferten Kirchengeschichte.

Fiordilatte-Eis in Malga Illari

Auch Malga Illari setzt einen eigenen Akzent. Menschen aus dem Tal und der Provinz kommen dorthin, um das dort hergestellte Fiordilatte-Eis zu probieren. Die Spezialität erweitert das Bild von Chies D'alpago um eine regionale Geschmackserfahrung, die sich deutlich von den Bergwegen, dem Museum und den historischen Themen unterscheidet. Für Ihre Reiseplanung kann dieser Ort deshalb ein eigener kulinarischer Schwerpunkt sein.

Weitere Orte für Ihre Reiseorientierung

Spert, Soverzene, Mel, Castello Lavazzo, Ponte Nelle Alpi, Cesiomaggiore, Castion und Arsié

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.

Unterkünfte in Chies D'alpago vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
Anzeige