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Parrano: Mittelalter, Thermalwasser und prähistorische Landschaften

Unterkünfte in Parrano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Parrano zwischen Burg, Museum und Thermalwasser

Parrano präsentiert sich als gut erhaltenes mittelalterliches Dorf, das sich um seine von mächtigen Mauern umgebene Burg gruppiert. Der hohe Wachturm ist sichtbar und prägt den historischen Charakter des Ortes. Die Burg von Parrano wurde von den Bischöfen von Orvieto um das Jahr 1000 auf römischen Überresten errichtet. Damit verbindet der Ort mittelalterliche Architektur mit einer deutlich älteren Vergangenheit.

Diese zeitliche Tiefe lässt sich im Museo del Territorio nachvollziehen. Das Museum vermittelt die Geschichte von Parrano und seinem Gebiet in einem diachronen Rundgang mit vier Abschnitten. Zu sehen sind Funde aus dem Jungpaläolithikum, also der späten Altsteinzeit, sowie aus der Bronzezeit. Außerdem hebt das Museum ein kürzlich entdecktes etruskisches Grab hervor und zeigt die Materialien, die darin gefunden wurden.

Ein weiteres Zeugnis der frühen Menschheitsgeschichte ist die Statue Venere Verde di Parrano. Sie stammt aus dem Jungpaläolithikum und gehört zur Tradition der sogenannten paläolithischen „Venusfiguren“. Für kulturhistorisch interessierte Besucher ergibt sich so ein Bogen von römischen Überresten und mittelalterlicher Befestigung bis zu prähistorischer Kunst und etruskischen Funden.

Thermalwasser am Fuß von Parrano

Der Thermalpark Bagno del Diavolo liegt am Fuß von Parrano. Er verfügt über zwei Becken mit Thermalwasser sowie über ein Holzgebäude mit Bar, Umkleideräumen und einem Massageraum. Das Thermalwasser von Parrano ist bikarbonat-karbonatisch, alkalisch-erdhaltig und hypothermal; seine Temperatur beträgt 30 °C. Die Thermalquellen werden für Trinkkuren genutzt. Diese konkreten Merkmale machen das Thermalthema zu einem eigenständigen Schwerpunkt neben Geschichte und Archäologie.

Prähistorische Landschaften und Karsthöhlen

Auch die Landschaft rund um Parrano erzählt von weit zurückliegenden Zeiten. In der Valle Fluviale Fossile ist das intakte Flussbett eines prähistorischen Flusses mit seinen charakteristischen Kieseln erhalten. Der Strand San Lazzaro in der Nähe von Parrano zeugt von der einstigen Präsenz des Meeres und seiner prähistorischen Bewohner.

Zu den markanten geologischen Orten gehören die Tane del Diavolo. Dabei handelt es sich um einen ausgedehnten Komplex von Karsthöhlen an den Wänden einer Schlucht am Fosso del Bagno. Die Höhlen liegen am Fuß des Hügels, auf dem Parrano liegt. Zusammen mit dem fossilen Flussbett und dem Strand San Lazzaro ergeben sich mehrere unterschiedliche Zugänge zur Natur- und Erdgeschichte des Gebiets.

Anreise und Unterkunft für Ihre Reiseplanung

Von der A1-Ausfahrt bei Fabro führt eine Straßenanbindung nach Parrano. Wer die Tane del Diavolo besuchen möchte, kann am Bahnhof Fabro-Ficulle an der Strecke Rom–Florenz aussteigen und am Bahnhofsvorplatz eines der dort verfügbaren Taxis nehmen.

Burg und Dorfkern stehen für mittelalterliche Geschichte, das Museo del Territorio und die Venere Verde di Parrano für Archäologie und frühe Kunst. Thermalpark, Quellen, fossiles Flussbett, San Lazzaro und die Tane del Diavolo ergänzen diese kulturelle Perspektive um Wasser, Geologie und Landschaft.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Terni.

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