Capitone: Burggeschichte, Kirchen und weite Talblicke
Unterkünfte in Capitone
Capitone liegt auf einem sanften Hügel und bewahrt Reste seiner einstigen Befestigungsanlage. Die Hügellage prägt dabei die Orientierung zwischen Ortskern und Außenbereich. Wer Capitone als Ziel für eine individuelle Italienreise auswählt, kann sich auf einen Rundgang konzentrieren, bei dem sich Mauern, Kirchen, Tore und Ausblicke eng aufeinander beziehen.
Befestigung und Geschichte im Ortskern
Das erhaltene Eingangstor der ursprünglichen Befestigung ist ein Tor mit zwei Bögen aus dem 14. Jahrhundert, das in einen quadratischen Turm eingelassen ist. Es gehört zu den markanten baulichen Zeugnissen von Capitone. Das Castello di Capitone war wegen seiner Lage zwischen Narni und Amelia umstritten und stand viele Jahre unter der Herrschaft der gleichnamigen Familie Capitone. So wird die Geschichte des Ortes auch durch seine Lage zwischen zwei wichtigen Bezugspunkten geprägt.
Im historischen Zentrum steht die Chiesa di Sant’Andrea Apostolo, das wichtigste religiöse Gebäude von Capitone. S. Andrea Apostolo ist eine Pfarrei in Capitone. Das erste Dokument, in dem die Chiesa di Sant’Andrea Apostolo erwähnt wird, ist der „Redditus in Episcopatu Nar.“ aus dem Jahr 1191. Für kulturinteressierte Besucher bietet die Kirche damit sowohl einen konkreten Ort im Zentrum als auch einen weit zurückreichenden historischen Bezug.
Kirchen und Kunst außerhalb der Mauern
Auch außerhalb der Befestigung finden sich sehenswerte Spuren. Die kleine Chiesa di Sant’Angelo liegt außerhalb der Mauern von Capitone nahe dem Friedhof und besitzt ein auf 1484 datiertes Portal. In ihrem Inneren befindet sich eine Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert, die von einigen Pier Matteo d’Amelia zugeschrieben wird. Die Kirche Madonna delle Sbarre liegt außerhalb des antiken Castrum Capitonis in unmittelbarer Nähe der Grenzsteine zwischen Narni und Amelia. Wer beide Außenkirchen einbezieht, plant daher mit Zielen außerhalb der befestigten Mauern des Ortskerns.
Knapp außerhalb des historischen Zentrums befindet sich außerdem ein Wachturm, der heute in die Gebäude eines Bauernhofs integriert ist. Zusammen mit dem Eingangstor, den Kirchen und den Resten der Befestigungsanlage entsteht ein Ortsbild, in dem sich die Entwicklung von Capitone an mehreren einzelnen Bauwerken ablesen lässt, ohne dass dafür ein großer, weitläufiger Besichtigungsplan nötig ist.
Zu Fuß durch Capitone und unterwegs nach Narni
Capitone kann zu Fuß erkundet werden; das Auto lässt sich außerhalb der befestigten Mauern abstellen. Beim Wechsel vom Auto zum Rundgang bleibt die Befestigung die räumliche Grenze zwischen Anfahrt und dem historischen Ortskern. Für den Besuch des Castello di Capitone wird empfohlen, in der Nähe des Haupteingangs zu parken. Von Narni Scalo führt die Via Capitonese (SP29) zum Castello di Capitone.
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung
Wenn Sie Capitone mit weiteren Orten verbinden möchten, können Sie auch Acquasparta, Orvieto Scalo, Toscolano, Rotecastello, Macerino, Arrone, Montoro und Canino ansehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Terni.