Pian di San Martino: Geschichte und Wege voller Spuren
Unterkünfte in Pian di San Martino
Pian di San Martino verbindet religiöse Erinnerung, Baugeschichte und einen Weg, der Natur, lokale Erzeugung und historische Spuren zusammenführt. Eine alte Überlieferung verortet die Geburt von San Martino I., Papst und Märtyrer, an dem Ort, der heute Pian di San Martino heißt. Diese Überlieferung gibt dem Ort einen besonderen historischen Bezug. Für Kulturinteressierte treffen in Pian di San Martino kirchliche Kunst, lokale Festtradition und historische Bauten aufeinander.
Kirche, Villa und sakrale Kunst
Die Pfarrkirche San Martino I Papa in Pian di San Martino wurde 1906 im neugotischen Stil nach einem Entwurf von Getulio Ceci auf den Resten eines früheren Bauwerks wiedererrichtet. 1927 wurde sie mit der Errichtung des Glockenturms und der Fertigstellung der Außenfassade vollendet. Die Baugeschichte lässt sich damit an zwei klar datierten Etappen ablesen.
Auch im Inneren der Pfarrkirche San Martino in Pian di San Martino finden sich künstlerische Spuren: Mehrere Temperamalereien mit einer Engelsserie wurden restauriert. Der älteste Teil von Pian di San Martino ist eine Villa aus dem 19. Jahrhundert. Auf einem Architrav ist die Jahreszahl 1897 zu lesen; außerdem bewahrt die Villa einen offenen Türmchenbau und eine in die Straßenfassade eingelassene Bildnische mit einer Madonna mit Kind. Die Pfarrkirche stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert, während die Villa auf das 19. Jahrhundert zurückgeht.
San Bernardino da Siena wird in Pian di San Martino jedes Jahr am 20. Mai mit einer langen Prozession feierlich geehrt. Wer religiöse Traditionen und lokale Festkultur einordnen möchte, findet darin einen präzisen Bezugspunkt für die besondere Prägung des Ortes. Der Termin am 20. Mai verbindet die Prozession mit einem konkreten Datum im religiösen Jahreslauf.
Torre Vecchia und römische Spuren
Unmittelbar außerhalb von Pian di San Martino an der Straße nach Torre Piera liegt Torre Vecchia, ein mittelalterlicher Bau mit Innenhof. An dem Ort, an dem Torre Vecchia steht, wurden außerdem Überreste eines römischen Thermalgebäudes gefunden. In der Nähe von Torrepiera wurde zudem ein römisches Kolumbarium entdeckt. Mittelalterliche Architektur und römische Zeugnisse liegen hier somit in einem eng verbundenen historischen Umfeld.
Unterwegs auf dem Sentiero del Furioso
Der Sentiero del Furioso, auch unter dem Namen Anello del Furioso, beginnt und endet im Grünbereich der Fraktion Pian di San Martino. Sein Verlauf führt an der ehemaligen Wasserkraftanlage von Montemolino vorbei, die als Beispiel der Industriearchäologie gilt, und an den Ruinen alter Wassermühlen. So verbindet der Weg Landschaft mit Spuren früherer Nutzung, ohne dass seine Stationen auf eine einzige Epoche beschränkt bleiben. Die ehemalige Wasserkraftanlage und die alten Wassermühlen stehen dabei beide in Beziehung zur Nutzung der Wasserkraft.
Der Sentiero del Furioso erreicht Ponte di Ferro, eine Rad- und Fußgängerbrücke, die den gesamten Tiber überquert. Entlang des Weges verbinden sich Weinkeller, landwirtschaftliche Betriebe und lokale Erzeugung mit der biologischen Vielfalt der Natur und bieten Möglichkeiten für besondere Erlebnisse. Für Spaziergänge, Radtouren und eine Reise mit Interesse an regionalem Alltag liegen damit unterschiedliche Themen auf derselben Strecke.
Weitere Ziele
Wenn Sie Ihre Reiseplanung über Pian di San Martino hinaus erweitern möchten, können Sie auch Pozzuolo, Limigiano, Chiugiana-La Commenda, Borghetto, San Terenziano, Pieve, Sant'Anastasio und Norcia berücksichtigen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.