Parnacciano: Wassermühle, Apenninpässe und historische Ziele
Unterkünfte in Parnacciano
Parnacciano liegt an einem der drei Täler, die zu den Apenninpässen führen. Der Fosso di Parnacciano vereinigt sich mit dem Fosso di Cantone und bildet den Torrente Lama. Damit treffen in der Ortsgeschichte ein Wasserlauf, Wege über den Apennin und mehrere religiöse sowie historische Bezugspunkte zusammen. Der Ortsbezug reicht dabei vom Wasserlauf des Fosso di Parnacciano bis zu den Wegen in Richtung der Apenninpässe.
Mulino Renzetti und der Wasserlauf
Besonders anschaulich wird der Bezug zum Wasser am Mulino Renzetti. Die mittelalterliche Wassermühle ist noch in Betrieb; ihre Geschichte lässt sich bis 1600 zurückverfolgen. Der Mulino Renzetti wird vom Wasser des Fosso di Parnacciano gespeist. Als Mulino Medievale dei Renzetti liegt die Mühle an der SP200 di Parnacciano, etwa 5 km von Lama entfernt. Am Mulino Renzetti treffen Mühlenbetrieb, Wasserzufuhr und die Lage an der SP200 di Parnacciano an einem konkreten Standort zusammen. Für die räumliche Planung bleibt die Entfernung nach Lama mit etwa 5 km bewusst eine ungefähre Angabe.
Ein historischer Weg über die Apenninpässe
Auch der historische Verkehrsraum lässt sich an der Mühle nachvollziehen. Die mittelalterliche Straße, an der der Mulino Renzetti liegt, führte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zu den Apenninpässen bei Cantone und insbesondere bei Parnacciano. Die zeitliche Begrenzung markiert den historischen Charakter dieses Weges. Der historische Weg führt damit aus dem Umfeld der Mühle in den Passraum bei Cantone und insbesondere bei Parnacciano.
Santa Barbara und religiöse Geschichte
In Parnacciano steht außerdem die Kirche Santa Barbara. Sie ist heute keine Pfarrkirche mehr und war zuvor eine Pfarrkirche. Die Tätigkeit der Pfarrei lässt sich für den Zeitraum von 1839 bis 1860 zurückverfolgen. Die frühere Pfarrfunktion und der heutige Status der Kirche bilden dabei zwei unterschiedliche Zeitpunkte ihrer Ortsgeschichte. Für Kulturinteressierte bleibt der Zeitraum von 1839 bis 1860 der konkrete zeitliche Bezug zur früheren Pfarrfunktion.
Die Confraternita di Parnacciano di San Giustino ist in Parnacciano für die Zeit vor 1874 nachweisbar. Der kirchliche Zeitbezug von Parnacciano reicht damit neben Santa Barbara auch in die Zeit vor 1874. Für die Einordnung der religiösen Geschichte stehen somit die frühere Pfarrfunktion von Santa Barbara und die Confraternita di Parnacciano di San Giustino als getrennte Bezüge nebeneinander.
Wanderroute zu Scalocchio und San Benedetto
Für Wanderinteressen ist die Route Botina–Scalocchio–Fienaie ein konkreter Bezug zu Parnacciano. Sie beginnt an der Straße von Parnacciano bei der Abzweigung nach Botina. Ihr Verlauf führt zu den Ruinen des Castello di Scalocchio und auch zur Abtei San Benedetto. Damit verbindet die konkrete Route eine Wegstation bei Parnacciano mit zwei historischen Zielen. Für die Wanderplanung ist die Abzweigung nach Botina der konkrete Ausgangspunkt des Verlaufs. Die Route bleibt ein eigenständiger Reisebaustein: Ihr Verlauf führt von der Straße bei Botina zu den Ruinen des Castello di Scalocchio und zur Abtei San Benedetto.
Weitere Reiseziele
Sigillo, Castiglione Della Valle, Vallo Di Nera, Montepennino, San Leo Bastia, Rosciolo, Morcella, Badia
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