Paciano: Mittelalterliche Gassen und Kulturlandschaft
Unterkünfte in Paciano
Paciano zwischen Olivenhainen und Weitblick
Paciano liegt zwischen Olivenhainen an den Hängen des Monte Petrarvella. Von hier reicht der Blick in Richtung Lago Trasimeno, Valdichiana und Monte Amiata. Damit verbindet der Ort eine klar erkennbare Landschaftslage mit einem historischen Ortsbild. Die Verbindung aus gewachsenen Strukturen im Ort und der hügeligen, waldreichen Landschaft prägt Paciano auf engem Raum.
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Foto: Sailko via Source, CC BY 3.0
Das Projekt „I sentieri del Perugino nelle terre del Marchese“ basiert auf einer hügeligen, waldreichen Landschaft. Diese Landschaft erstreckt sich von Città della Pieve über Paciano, Panicale und Piegaro. Paciano liegt dabei in einem Raum, der durch Hügel und Wald geprägt ist. Für Paciano verbindet sich damit die Lage im Landschaftsraum mit der gewachsenen Ortsstruktur.
Historisches Zentrum mit mittelalterlicher Struktur
Das historische Zentrum von Paciano bewahrt weitgehend seine mittelalterliche Stadtstruktur. Drei parallele Straßen werden durch rechtwinklig verlaufende Gassen miteinander verbunden. Diese Anordnung prägt die Orientierung im Ortskern und lässt die städtebauliche Entwicklung am Grundriss erkennen, ohne dass der Ort auf einzelne Bauwerke reduziert wird. Zugänglich ist das historische Zentrum durch die Porta Fiorentina, die Porta Perugina und die Porta Rastrella.
Im Ortskern bilden Straßen, Gassen und Stadttore ein zusammenhängendes mittelalterliches Gefüge. Die drei Portas markieren den Zugang zum historischen Zentrum, während die parallelen Straßen und verbindenden Gassen den mittelalterlichen Aufbau bewahren.
Kunst und kirchliches Erbe
Zu den konkreten Kunst- und Kulturzielen gehört die Kirche Madonna della Stella, die im Jahr 1572 erbaut wurde. Die Pinakothek beherbergt ein monumentales Kreuzigungsfresko, das Francesco da Castel della Pieve im Jahr 1452 malte. In der Kirche San Giuseppe befinden sich im Kirchenschiff Votivfresken aus dem 15. Jahrhundert; zwei dieser Fresken tragen die Jahreszahlen 1444 und 1449.
Lokales Wissen und Handwerk
Das Museo Don Aldo Rossi ist die Paciano-Sektion des dezentralen Museumssystems der Erzdiözese Perugia–Città della Pieve. Einen anderen Schwerpunkt setzt TrasiMemo: Das Museum dokumentiert lokales Wissen über handwerkliche, landwirtschaftliche und enogastronomische Arbeit sowie die damit verbundenen kulturellen Prozesse und Praktiken. TrasiMemo ist zudem ein Museum mit Werkstätten und Veranstaltungen zu Holz, Eisen und Metallen, Textilien sowie Terrakotta des Trasimeno-Gebiets. Das Museumsspektrum reicht damit von historischer Kunst bis zu überlieferten Arbeitsweisen und Materialien aus dem Trasimeno-Gebiet.
Wege durch die Hügellandschaft
„I sentieri del Perugino nelle terre del Marchese“ ist ein etwa 100 Kilometer langer Weg, der in fünf jeweils ungefähr 20 Kilometer lange Etappen unterteilt ist. Eine Wanderroute beginnt in Paciano und führt bergauf in Richtung Monte Petrarvella und Pausillo. Der Anstieg führt aus Paciano in die angrenzende Hügellandschaft.
Weitere Ziele zur eigenen Orientierung: Pila, Colle Calzolaro, Cenerente, Castiglione del Lago, Montepennino, Marsciano, Grotti, Foligno
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